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American Aktie: Katastrophenschäden drücken Marge

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 02:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AIG übertraf im dritten Quartal die Gewinnschätzung je Aktie; höhere Unwetterschäden senkten den Underwriting-Gewinn.
American, Aktie, Katastrophenschäden, Marge, AIG, Gewinnschätzung, Aktie;, Unwetterschäden, Underwriting-Gewinn Illustration mit AI erstellt.

AIG hat im dritten Quartal die Erwartungen beim Gewinn je Aktie klar übertroffen, obwohl der bereinigte Gewinn unter dem Vorjahreswert liegt. Der Versicherer verdiente bereinigt 2,06 Dollar je Aktie, Analysten hatten mit 1,88 Dollar gerechnet. Der Umsatz traf mit 7,42 Milliarden Dollar die Konsensschätzung exakt.

Wachstum trifft auf höhere Schäden

Das Prämiengeschäft läuft. Die Netto-Prämien im Sachversicherungsgeschäft stiegen um 7 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar, währungsbereinigt sogar um 8 Prozent. Besonders kräftig wuchs das internationale Firmenkundengeschäft mit 13 Prozent, im Privatkundengeschäft waren es währungsbereinigt 9 Prozent.

Die Profitabilität gab dagegen nach. Der Underwriting-Gewinn fiel auf 564 Millionen Dollar, nach 793 Millionen im Vorjahresquartal. Die Combined Ratio stieg auf 91,3 Prozent von 86,8 Prozent. Ursache waren höhere Katastrophenschäden von 283 Millionen Dollar, vor allem durch schwere Gewitterstürme in Nordamerika, sowie geringere Auflösungen von Reserven aus Vorjahren.

Ohne Katastrophen und Reserveeffekte sieht das Bild stabil aus: Die bereinigte Schaden-Kosten-Quote lag bei 88,4 Prozent und damit praktisch auf Vorjahresniveau.

Anlageerträge und Kapitalrückgabe

Der Nettogewinn je Aktie sprang auf 1,60 Dollar, nach 0,93 Dollar im Vorjahr. Treiber waren Wertänderungen bei Kapitalanlagen und höhere laufende Erträge aus Anleihen. Die Nettokapitalerträge im Sachgeschäft legten um 9 Prozent auf rund 1,0 Milliarden Dollar zu.

Aktionäre bekamen im Quartal 787 Millionen Dollar zurück, davon 527 Millionen über Aktienrückkäufe. Die Eigenkapitalrendite im Kerngeschäft lag bei 11,1 Prozent. Der bereinigte Buchwert je Aktie wuchs um 5 Prozent auf 81,25 Dollar.

Konzernchef Eric Andersen sprach von einem "herausragenden" Start in das Jahr 2026. Auf Neunmonatssicht verbesserte sich die Combined Ratio um 140 Basispunkte auf 89,2 Prozent, der Underwriting-Gewinn übertraf zwei Milliarden Dollar.

Die Aktie schloss vor den Zahlen bei 80,53 Dollar und notierte nachbörslich bei 80,72 Dollar. Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 30. Dezember 2026 an Aktionäre, die am 16. Dezember im Register stehen. Heute um 8:30 Uhr Ortszeit New York erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz.

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