Ameren Aktie: Prognose nach oben
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 23:38 Uhr | Redaktion boerse-global.deAmeren hebt die Gewinnprognose für 2026 an und legt zugleich einen Ausblick bis 2031 vor. Der Versorger aus St. Louis übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen, an der Börse reagiert die Aktie nachbörslich allerdings nur minimal.
Quartal über den Erwartungen
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,42 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 2,31 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um 6,8 Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar und übertraf ebenfalls die Konsensschätzung.
Ein Vergleich mit dem Vorjahr relativiert den Sprung etwas. Im dritten Quartal 2025 hatte ein Steuereffekt aus einer FERC-Entscheidung den ausgewiesenen Gewinn aufgebläht. Bereinigt stand damals ein Ergebnis von 2,17 Dollar je Aktie zu Buche. Der Zuwachs fällt damit klar höher aus als der Blick auf die unbereinigten 2,35 Dollar nahelegt.
Als Treiber nennt das Unternehmen Erträge aus Infrastrukturinvestitionen und höhere Stromabsätze in Missouri, vor allem wegen des warmen Wetters. Höhere Instandhaltungskosten, etwa für Baumschnitt und Kraftwerkswartung, bremsten das Ergebnis. Die größte Sparte, Ameren Missouri, steigerte ihren Gewinn auf 582 Millionen Dollar nach 518 Millionen.
Ausblick bis 2031
Für 2026 peilt Ameren nun 5,35 bis 5,55 Dollar je Aktie an, zuvor waren es 5,25 bis 5,45 Dollar. Die Mitte der Spanne liegt über dem Analystenkonsens von 5,40 Dollar.
Erstmals gibt es auch eine Spanne für 2027: 5,70 bis 5,90 Dollar je Aktie. Das Mittel von 5,80 Dollar entspricht den Markterwartungen. Von dieser Basis aus soll der Gewinn je Aktie bis 2031 jährlich um 8 bis 10 Prozent wachsen.
Tragen soll das Wachstum ein Investitionsplan über 38,1 Milliarden Dollar. Daraus leitet der Konzern ein jährliches Wachstum der regulierten Anlagenbasis von rund 13,3 Prozent bis 2031 ab. Das Management verweist auf steigende Nachfrage großer Kunden. Dazu zählen Rechenzentren, mit denen Ameren Missouri 2026 Stromlieferverträge abgeschlossen hat.
Finanzierung im Blick
Der Ausbau kostet Geld. In den ersten neun Monaten flossen gut vier Milliarden Dollar in Investitionen, der operative Cashflow lag mit 2,2 Milliarden Dollar darunter. Die Lücke schloss der Konzern vor allem mit neuen Anleihen. Die langfristigen Schulden stiegen auf gut 20 Milliarden Dollar.
Die Dividende soll weiter jährlich wachsen, bei einer Ausschüttungsquote von 45 bis 55 Prozent des Gewinns je Aktie. Heute um 9 Uhr Ortszeit (Central Time) am Freitag, dem 6. November, erläutert das Management die Zahlen und den langfristigen Plan in einer Telefonkonferenz für Analysten.
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