Alumis Aktie: Leerverkäufer bauen Positionen aus
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Verkaufsdruck auf Alumis hat sich im Herbst merklich verschärft. Während das Biotechnologieunternehmen in klinischen Untersuchungen Fortschritte vermeldet, bauten Leerverkäufer ihre Positionen gegen das Papier drastisch aus.
Bis Ende September kletterte das Short Interest um 63,4 Prozent auf 10.295.705 Aktien, nachdem zur Monatsmitte noch rund 6,30 Millionen Papiere leerverkauft gewesen waren. Bezogen auf die ausstehenden Aktien entspricht das einer Quote von 12,0 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen von rund 2,87 Millionen Anteilen liegt das Eindeckungsverhältnis rechnerisch bei 3,6 Tagen.
Am Markt spiegelt sich diese Skepsis wider: Am Freitag gab die Aktie um 3,0 Prozent nach und beendete den Handel bei 6,12 USD. Innerhalb der vergangenen 30 Tage summiert sich der Rückgang des Titels auf ein Minus von 23 Prozent.
Starke Langzeitdaten für Envudeucitinib
Die Zunahme der Wetten auf fallende Kurse steht in auffälligem Kontrast zu den jüngsten medizinischen Resultaten. Auf der Fall Clinical Dermatology Conference präsentierte das Unternehmen neue Daten aus der ONWARD3-Verlängerungsstudie. Bei 1.509 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersuchte die Studie die kontinuierliche Gabe von 40 Milligramm Envudeucitinib zweimal täglich über einen Zeitraum von 48 Wochen.
Die Ergebnisse belegen eine hohe Wirksamkeit des Wirkstoffs bei langfristiger Behandlung. Einen PASI-75-Wert erzielten nach 48 Wochen 85,2 Prozent der Behandelten, während 75,4 Prozent ein Ansprechen gemäß PASI 90 und 53,7 Prozent ein PASI-100-Niveau erreichten.
Auch die Symptomlinderung war ausgeprägt: Bei Patienten mit schwerem Juckreiz zu Studienbeginn verzeichneten 78,3 Prozent eine Verbesserung um mindestens vier Punkte auf der entsprechenden Bewertungsskala. Zudem traten im Verlauf der Untersuchung keine Todesfälle auf, und die Mehrzahl der dokumentierten Nebenwirkungen galt als nicht schwerwiegend.
Uneinheitliche Signale bei Insidern und Analysten
Hinter den wachsenden Leerverkäufen stehen vor allem verfehlte Finanzziele im operativen Geschäft. Im zweiten Quartal 2026 lag der Verlust je Aktie bei 1,11 US-Dollar, während Analysten im Schnitt lediglich mit einem Minus von 0,77 US-Dollar gerechnet hatten. Auch der Quartalsumsatz blieb mit 1,66 Millionen US-Dollar hinter den Konsenserwartungen von 3,65 Millionen US-Dollar zurück.
Trotz dieser operativen Belastung setzt die Führungsebene teilweise gegenteilige Signale. Alumis-Direktor Srinivas Akkaraju erwarb am 8. September 546.581 Aktien für ein Gesamtvolumen von rund 5,81 Millionen US-Dollar zu durchschnittlich 10,63 US-Dollar je Anteil. Dem standen im vergangenen Quartal allerdings auch Insiderverkäufe über 111.084 Aktien im Wert von rund 1,41 Millionen US-Dollar gegenüber.
Die Wall Street zeigt sich ungeachtet des gestiegenen Short Interests überwiegend zuversichtlich für die weitere Entwicklung. Der Analystenkonsens lautet weiterhin auf „Moderate Buy“ und sieht mit einem durchschnittlichen Kursziel von 33,27 US-Dollar erhebliches Erholungspotenzial gegenüber dem aktuellen Bewertungsniveau.
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