Altech: Eva Katheder im Enapter-Aufsichtsrat
Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 04:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während die Unternehmensgruppe Altech durch den Rückzug aus dem europäischen Batterieprojekt CERENERGY vor weitreichenden Veränderungen steht, gibt es auf personeller Ebene Neuigkeiten. Der Aufsichtsrat der Enapter AG hat im Vorfeld der kommenden Hauptversammlung einen Vorschlag zur Besetzung des eigenen Kontrollgremiums unterbreitet, der eine direkte Verbindung zur Altech Advanced Materials AG aufweist.
Vorschlag zur Wiederwahl von Eva Katheder
Der Aufsichtsrat der Enapter AG schlägt am vergangenen Donnerstag vor, Eva Katheder erneut in den Aufsichtsrat des Unternehmens zu wählen. Katheder ist am Kapitalmarkt insbesondere durch ihre Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der Altech Advanced Materials AG bekannt. Die Entscheidung über diesen Personalvorschlag soll auf der anstehenden Hauptversammlung der Enapter AG fallen.
Diese Entwicklung rückt die personellen Verflechtungen in einem Moment in das öffentliche Interesse, in dem das geschäftliche Umfeld von Altech Advanced Materials von einer erheblichen Zäsur geprägt ist. Die strategische Ausrichtung der verschiedenen Gesellschaften unter dem Markennamen Altech wurde in den vergangenen Monaten grundlegend revidiert.
Rückzug aus dem CERENERGY-Batterieprojekt
Medienberichten zufolge ist das ambitionierte Batteriefabrik-Projekt der Gruppe vor rund zwei Wochen gescheitert. Die australische Muttergesellschaft Altech Batteries Limited gab bekannt, die Finanzierung des gemeinsamen CERENERGY-Vorhabens einzustellen. In der Folge steht die operative deutsche Tochtergesellschaft, die Altech Batteries GmbH, vor der Zahlungsunfähigkeit. Ein entsprechender Insolvenzantrag wurde bereits angekündigt.
Auslöser für diese Eskalation war die Ablehnung eines Forderungsverzichts durch das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme. Da das Board der australischen Muttergesellschaft weitere Finanzspritzen oder Kapitalerhöhungen für die Projektgesellschaft als wirtschaftlich nicht mehr vertretbar einstufte, wurde der strategische Rückzug eingeleitet. Ein Insolvenzverwalter soll nun mit der Verwertung der Vermögenswerte beginnen, zu denen unter anderem umfangreiche Grundstücke zählen.
Umstrukturierung der Altech Advanced Materials
Für die Anleger der Altech Advanced Materials AG ist die aktuelle Krisenlage bei der Batteriesparte vor dem Hintergrund einer bereits vollzogenen Neuausrichtung zu betrachten. Das Unternehmen hatte bereits im August des vergangenen Jahres auf einer Hauptversammlung beschlossen, nahezu sämtliche wesentlichen Vermögenswerte zu veräußern.
Davon betroffen war insbesondere die 25-prozentige Beteiligung an der Altech Industries Germany GmbH, die wiederum die Mehrheit an der nun insolventen Projektgesellschaft hielt.
Diese Umstrukturierung wurde Mitte September 2025 formell abgeschlossen und ging mit Veränderungen in der Vorstandsbesetzung einher. Im Zuge einer Kapitalherabsetzung änderte sich zudem die Identität des Wertpapiers an der Börse.
Die Notierung wurde auf die neue ISIN DE000A41YD99 umgestellt. Damit hat sich die Altech Advanced Materials AG bereits im Vorfeld der aktuellen Turbulenzen von den unmittelbaren operativen Risiken des CERENERGY-Projekts distanziert, bleibt jedoch durch personelle Besetzungen und die Historie eng mit dem Namen verbunden.
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