Almonty, Aktie

Almonty Aktie: Ruanda-Lizenz und spanische Halde gesichert

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 23:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Almonty Industries sichert Wolframabnahme in Spanien, startet ein Ruanda-Joint-Venture und steuert parallel die eigene Kapitalbasis aktiv.

Almonty Industries baut Wolframgeschäft mit Projekten aus
Industrielles Bergbaugelände bei Sonnenaufgang mit mineralhaltigen Gesteinsformationen in stimmungsvollem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Almonty Industries setzt auf eine parallele Weiterentwicklung von Förderprojekten und bestehenden Standorten. Das Bergbauunternehmen verknüpft neue Partnerschaften mit langfristigen Abnahmeverträgen und einer flankierenden Kapitalpolitik. An den Finanzmärkten rücken damit die operativen Schritte für die weltweite Wolframversorgung in den Mittelpunkt.

Einen zentralen Pfeiler bildet die Verwertung bestehender Ressourcen in Europa. Die Vereinbarung regelt die Wiederaufbereitung vorhandener Haldenrückstände an der spanischen Mine Los Santos.

Der Vertrag umfasst eine Mindestmenge von rund 1.720 Tonnen enthaltenem Wolframtrioxid. Zudem beinhaltet die Vereinbarung für Almonty eine bedingte Einmalzahlung von 3,0 Millionen US-Dollar für die Einräumung der Abnahmerechte.

Mit diesem Schritt monetarisiert das Unternehmen vorhandene Restbestände ohne den Bau neuer Förderanlagen. Die feste Abnahmeverpflichtung verschafft dem Vorhaben verlässliche Absatzstrukturen und bindet einen wichtigen industriellen Partner an das spanische Projekt.

Erschließung neuer Vorkommen in Ruanda

Parallel zu den Aktivitäten auf der iberischen Halbinsel erweitert das Unternehmen seine geografische Präsenz in Afrika.

Im Rahmen der Kooperation hält Almonty einen Anteil von 75 Prozent an der Gesellschaft Almonty Rwanda Pty Ltd. Die verbleibenden 25 Prozent erhält die Regierung von Ruanda. Im Gegenzug bringt der Staat die Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Mineralverarbeitung in das Gemeinschaftsunternehmen ein.

Das Vorhaben stärkt den direkten Zugriff auf künftige Wolframreserven auf dem afrikanischen Kontinent. Für das Bergbauunternehmen bedeutet die Lizenzierung vor Ort eine Erweiterung der Wertschöpfungskette von der Erkundung bis zur Weiterverarbeitung des strategischen Metalls.

Kapitalstrategie und Marktreaktion

Flankiert werden die operativen Abkommen von Maßnahmen zur Pflege der Eigenkapitalbasis.

Der Beschluss eröffnet dem Rohstoffkonzern die Möglichkeit, flexibel auf Marktbewegungen zu reagieren und Anteile über die Börse einzuziehen. Das Vorhaben unterstreicht das Bestreben, neben den operativen Fortschritten im Bergbaugeschäft auch die Kapitalstruktur aktiv zu steuern.

An den Handelsplätzen spiegeln sich diese Schritte in einer Konsolidierungsphase wider. Am Freitag gab das Papier um 1,8 Prozent nach und ging bei einem Schlusskurs von 12,07 Euro aus dem Handel. Trotz dieser kurzfristigen Atempause verzeichnet die Aktie seit Jahresanfang einen Zuwachs von 52 Prozent.

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