Almonty, Aktie

Almonty Aktie: Rechtsstreit mit Pure Tungsten beigelegt

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 08:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach dem Produktionsstart in Südkorea bereitet Almonty erste Auslandslieferungen vor und steigert schrittweise den Betrieb in Sangdong.

Almonty bereitet Wolframexporte vor und fährt Sangdong-Betrieb hoch
Abstrakte Darstellung einer industriellen Bergbaulandschaft mit Wolfram-Erz vor einem sonnigen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Nach der Wiederaufnahme der Förderung in Südkorea richtet sich der Blick bei Almonty auf den kommerziellen Hochlauf und die internationalen Lieferketten. Das Unternehmen bereitet über seine Einheit Almonty Korea Tungsten die ersten Ausfuhren an industrielle Kunden im Ausland vor.

Gleichzeitig wird der Verarbeitungsbetrieb am Standort Sangdong schrittweise ausgeweitet. Dieser Schritt besitzt auch für die regionale Wirtschaft in Yeongwol eine erhebliche Bedeutung. Flankiert wird der operative Übergang durch die Beilegung einer juristischen Auseinandersetzung und strategische Weichenstellungen im Rohstoffportfolio.

Ausweitung des Betriebs in Sangdong

Am Freitag stieg die Aktie im Handel um 1,5 Prozent auf 11,91 Euro. Die Mine in Südkorea hatte vor gut einer Woche die erste Wolframkonzentrat-Produktion seit dem Jahr 1993 gemeldet.

Mit der Freigabe der Anlagen ist der Schritt von der reinen Erschließung hin zur aktiven Vermarktung vollzogen. Für den Betreiber markiert dies eine entscheidende Schwelle: Erste transportfähige Gebinde sind verpackt, um an internationale Abnehmer geliefert zu werden. Damit positioniert sich das Unternehmen als neuer Anbieter auf einem Markt mit angespannten Versorgungsstrukturen.

Nach Angaben von Vorstandschef Lewis Black läuft der Mahlbetrieb derzeit 13 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche. Geplant ist eine schrittweise Steigerung auf einen vollen 24-Stunden-Betrieb. Parallel dazu treibt Almonty die Erschließung der Phase II voran, deren Fertigstellung für das Jahr 2027 anvisiert wird. Die behördliche Betriebszertifizierung für die Verarbeitungsanlagen war bereits am 17. September erteilt worden.

Juristische Klärung und strategische Absicherung

Parallel zu den Fortschritten vor Ort schaffte das Management Klarheit bei juristischen Altlasten. Am Freitag meldete Almonty das Ende eines Rechtsstreits mit Pure Tungsten, der im Jahr 2025 in der kanadischen Provinz Ontario begonnen hatte. Pure Tungsten stellte in einer berichtigenden Mitteilung klar, dass Tiger Kim zu keinem Zeitpunkt eine Leitungsfunktion bei Almonty bekleidet hat.

Zudem kaufte das Unternehmen 2.914.739 eigene Aktien für rund 48 Millionen US-Dollar zurück.

Dieser Schritt unterstreicht das Vertrauen der Unternehmensführung in die eigene Bilanz und die künftigen Mittelzuflüsse aus dem Förderbetrieb. Mit der operativen Zertifizierung und den vereinbarten Lieferstrukturen gewinnt das Profil des Unternehmens weiter an Kontur.

Analystenstimmen zum Produktionsstart

Am Kapitalmarkt spiegelt sich der Fortschritt in einer aktuellen Bewertung von 3,42 Milliarden Euro wider. Unterstützung kam zuletzt auch von Analystenseite: Am 25. September nahm das Analysehaus Stifel die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung auf und setzte ein Kursziel von 25,00 US-Dollar fest. Medienberichten zufolge lieferte diese Ersteinstufung spürbare Impulse für den Titel.

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