Almonty Aktie: Board autorisiert 300-Mio-Rückkaufprogramm
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Welche strategische Positionierung strebt Almonty nach den operativen Weichenstellungen der vergangenen Wochen an? Das Bergbauunternehmen formiert seine weltweiten Aktivitäten neu, um die Versorgung mit Wolfram außerhalb dominanter Lieferketten abzusichern.
Mit dem Übergang in die kommerzielle Förderung und der Erschließung neuer Vorkommen baut die Gesellschaft ihre industrielle Basis systematisch aus. An den Finanzmärkten spiegelt sich diese operative Phase wider: Die Aktie verzeichnet seit Jahresanfang einen Zuwachs von 51 Prozent.
Meilensteine in Südkorea und Spanien
Die globale Produktionsbasis erfährt eine gezielte Erweiterung. Vor gut einer Woche erhielt Almonty die finale Betriebszertifizierung für die Aufbereitungs- und Zerkleinerungsanlagen der südkoreanischen Sangdong-Mine. Dieser behördliche Schritt ermöglicht die Aufnahme der kommerziellen Vollproduktion von Wolframkonzentrat am dortigen Standort.
Parallel dazu forciert das Management die Verwertung bestehender Ressourcen in Europa. Vor gut einer Woche vereinbarte Almonty einen langfristigen Liefervertrag mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG, einer Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe.
Gegenstand des Abkommens ist die Wiederaufbereitung der Abraumhalden an der Mine Los Santos in Westspanien. Die Vereinbarung basiert auf einer Take-or-Pay-Struktur und sieht eine Vorauszahlung in Höhe von 3,0 Millionen US-Dollar für die Abnahmerechte vor. Vertraglich abgedeckt werden mindestens rund 1.720 Tonnen enthaltenes WO?.
Rohstoffpartnerschaft in Ostafrika
Neben den Aktivitäten in Asien und Europa vergrößert der Konzern seinen internationalen Aktionsradius. Im Rahmen dieser Kooperation erhält der Staat eine Beteiligung von 25 Prozent an der Tochtergesellschaft Almonty Rwanda Pty Ltd.
Als Gegenleistung überträgt die Regierung die Explorationskonzession Shyorongi sowie eine Lizenz zur Erzverarbeitung auf das Gemeinschaftsunternehmen. Damit sichert sich das Unternehmen zusätzliche Förderressourcen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Diversifizierung der Liegenschaften soll künftige Versorgungsrisiken minimieren.
Kapitalstruktur und Bewertung
Auch auf kapitalmarktpolitischer Ebene setzte das Führungsgremium Akzente. Vor über einem Monat autorisierte das Board ein Aktienrückkaufprogramm für das Jahr 2026. Dieser Beschluss ermächtigt zum Erwerb von bis zu 14.400.000 Stammaktien für einen Gesamtbetrag von bis zu 300.000.000 US-Dollar. Das Volumen entspricht rund fünf Prozent der umlaufenden Anteile.
Die Umsetzung der Projekte vollzieht sich vor dem Hintergrund einer gestiegenen Bewertung. Bei einem aktuellen Kurs von 11,96 Euro beläuft sich die Marktkapitalisierung des Rohstoffunternehmens auf 2,73 Milliarden Euro. Ob die angelaufenen Produktionsprozesse und Lieferabkommen die Ertragskraft auf dem angestrebten Niveau halten, werden die Berichte der kommenden Quartale dokumentieren.
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