Almonty, Aktie

Almonty Aktie: Abnahmevertrag mit GTP ausgeweitet

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 04:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Almonty verliert an der Börse, während die Sangdong-Mine den Betrieb hochfährt. Genehmigungen und ein langfristiger Abnahmevertrag stützen den Produktionsstart.

Almonty-Aktie unter Druck: Sangdong-Hochlauf belastet die Liquidität
Rohmaterialien aus Wolfram auf einer dunklen Oberfläche, die den Bergbausektor und industrielle Rohstoffe symbolisieren. Illustration mit AI erstellt.

Die finanzielle Bilanz setzt Almonty unter Druck. Vor allem der anstehende Hochlauf der südkoreanischen Sangdong-Mine fordert seinen Tribut und heizt Befürchtungen über anhaltende Mittelabflüsse an. An den Märkten sorgt der wachsende Kapitalbedarf vorerst für spürbare Zurückhaltung unter den Investoren.

Medienberichten zufolge wachsen angesichts dieser Entwicklung die Sorgen vor einer anhaltenden Belastung der Liquidität. Das Hochfahren einer Untertageförderung bindet regelmäßig erhebliche finanzielle Mittel, bevor kontinuierliche Lieferungen für planbare Erträge sorgen können. Für Marktteilnehmer rückt daher die Frage in den Vordergrund, wie zügig das Management den Übergang in einen profitablen Betrieb bewerkstelligen kann.

Gestern verlor der Anteilsschein 4,5 Prozent an Wert und beendete den Handelstag bei 11,98 Euro. Damit reflektiert der Kurs die kurzfristigen Risiken, die mit dem Übergang von der Erschließung zur vollen Produktionsphase einhergehen.

Sangdong-Mine erreicht Meilenstein

Operativ hat das Vorhaben in Gangwon zuletzt wichtige Hürden genommen. Die behördlichen Inspektionszertifikate für Aufbereitungsanlage und Brecher liegen vor, womit auch der Verkauf des Konzentrats genehmigt ist. Die Verarbeitung von Erz läuft am südkoreanischen Standort bereits seit dem Frühsommer.

Ein bedeutender Pfeiler für den künftigen Vertrieb ist bereits vertraglich geregelt. Vor über einem Monat erweiterte das Unternehmen die langfristige Abnahmevereinbarung mit dem Partner Global Tungsten & Powders. Der Kontrakt deckt mehr als 90 Prozent der ersten Produktionsphase ab und sieht nach erfolgtem Hochlauf ein Mindestvolumen von jährlich 210.000 MTU Wolframkonzentrat vor.

Politischer Rückenwind für Wolframförderung

Gestern verabschiedete das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie einen ressortübergreifenden Zehnjahresplan zur Stärkung der Ressourcensicherheit. Das Programm zielt darauf ab, die heimische Verfügbarkeit strategischer Metalle zu sichern und bestehende Lieferabhängigkeiten zu verringern.

Trotz des jüngsten Rücksetzers verzeichnet die Aktie seit Jahresanfang einen Wertzuwachs von 51 Prozent. Ob das Papier diesen Vorsprung verteidigen kann, dürfte in den kommenden Monaten vor allem von der operativen Disziplin in Südkorea abhängen. Gelingt die planmäßige Erschließung, könnte der Konzern von der weltweit steigenden Nachfrage nach Wolfram außerhalb dominanter Lieferländer profitieren.

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de | CA0203981034 | ALMONTY | boerse | 70172680 |