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Almirall Aktie: Lebrikizumab zeigt Langzeitwirkung

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 18:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fünfjahresdaten stützen die anhaltende Wirksamkeit von Lebrikizumab; Ebglyss erzielte im ersten Halbjahr 2026 84,5 Millionen Euro Umsatz.

Pop-Art-Comic einer Dermatologin, die mit Lupe die Haut einer Patientin untersucht
Almirall S.A. (ES0157097017) inspiriert Pop-Art-Comic-Szene einer Dermatologin bei Hautuntersuchung mit Lupe, farbenfroh Illustration mit AI erstellt.

Der spanische Dermatologiespezialist Almirall hat auf dem Jahreskongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Wien neue Langzeitresultate für sein Kernmedikament Lebrikizumab vorgelegt.

Die Daten aus der Phase-3b-Studie ADlong belegen eine anhaltende Wirksamkeit bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis über einen Behandlungszeitraum von bis zu fünf Jahren. Am Aktienmarkt geriet das Papier am heutigen Donnerstag dennoch unter Verkaufsdruck und verlor 3,4 Prozent auf 10,16 Euro.

In der offenen Studie wurden 174 Patienten aus Deutschland und Polen über einen Zeitraum von 108 Wochen beobachtet. Zum Ende dieser Behandlungsphase erreichten 92,9 Prozent der Teilnehmer eine Verbesserung des Hautbildes um mindestens drei Viertel gemäß dem EASI-Index.

Eine Hautreinigung von mindestens 90 Prozent gelang knapp 74 Prozent der Probanden. Zudem berichteten zwei Drittel der Patienten über eine vollständig oder fast vollständig erscheinungsfreie Haut.

Hinsichtlich der Verträglichkeit traten im gesamten Studienverlauf keine neuen Sicherheitssignale auf. Die Quote der Therapieabbrüche infolge unerwünschter Ereignisse lag bei 2,9 Prozent, während schwere unerwünschte Ereignisse bei 5,7 Prozent der Behandelten auftraten; Todesfälle gab es keine.

Für das Unternehmen untermauern die Befunde die langfristige Stabilität des Wirkstoffprofils bei einer chronischen Erkrankung, die für Betroffene oft eine jahrelange Belastung darstellt.

Wachstumsziel für Ebglyss bekräftigt

Das unter dem Markennamen Ebglyss vertriebene Biologikum bildet den wichtigsten Pfeiler der mittelfristigen Wachstumsstrategie des Konzerns. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte das Präparat einen Umsatz von 84,5 Millionen Euro, was einem Anstieg von rund 88 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das Management bekräftigte das langfristige Ziel, mit dem Mittel in der Spitze jährliche Erlöse von mehr als 450 Millionen Euro einzuspielen.

Flankiert wird diese Entwicklung durch Fortschritte des Kooperationspartners Eli Lilly. Das US-Pharmaunternehmen meldete für Lebrikizumab kürzlich den erfolgreichen Abschluss der Phase-3b-Studie ADtouch zur Behandlung von Hand- und Fußdermatitis.

Die entsprechenden Daten wurden bereits bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht, um eine offizielle Indikationserweiterung zu erwirken, die das Marktpotenzial über die klassische Neurodermitis hinaus vergrößern könnte.

Breites Portfolio auf dem Wiener Kongress

Über das Leitprodukt hinaus stellte Almirall in Wien Daten zu weiteren Bereichen des Portfolios vor. Präsentiert wurden unter anderem finale Zweijahresergebnisse der POSITIVE-Studie zu Tildrakizumab bei Psoriasis, die Verbesserungen des allgemeinen Wohlbefindens und der Lebensqualität belegen. Bei Tirbanibulin zur Behandlung der aktinischen Keratose legte das Unternehmen Einjahresdaten zur Anwendung auf größeren Hautflächen vor.

Trotz des stetigen klinischen Nachrichtenflusses verharrt die Aktie in einem übergeordneten Abwärtstrend. Seit Jahresanfang belaufen sich die Kursverluste auf 21 Prozent, womit der Titel weiterhin nahe an seinem Jahrestief notiert. Entscheidend für eine nachhaltige Neubewertung durch den Markt dürfte sein, wie zügig sich die klinischen Erfolge in den kommenden Quartalen in den europäischen Absatzmärkten monetarisieren lassen.

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