Alm, Brand

Alm. Brand Aktie: Prognose nach oben

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wenige Großschäden stützen die neue Jahresprognose, während Alm. Brand wegen höherer Zinsen ein geringeres Anlageergebnis erwartet.

Alm. Brand hebt Gewinnziel für 2026 nach ruhigem Quartal an
Abstrakte Darstellung von finanziellem Wachstum und positiver Marktdynamik mit aufsteigenden goldenen Elementen. Illustration mit AI erstellt.

Alm. Brand hebt die Gewinnprognose für 2026 an. Grund ist ein außergewöhnlich ruhiges drittes Quartal mit wenigen Großschäden und kaum wetterbedingten Belastungen. Die Aktie legte im frühen Handel um 2,9 Prozent auf 16,77 Dänische Kronen zu und hob sich damit von einem insgesamt trägen Kopenhagener Markt ab.

Was sich an der Prognose ändert

Der Versicherer erwartet für das Gesamtjahr nun einen Vorsteuergewinn vor sonstigen Erträgen und Aufwendungen von 1,65 bis 1,75 Milliarden Kronen. Das Herzstück der Anhebung ist das versicherungstechnische Ergebnis. Es soll um 250 Millionen Kronen auf 1,5 bis 1,6 Milliarden Kronen steigen, zuvor lag die Spanne bei 1,2 bis 1,4 Milliarden. Dabei sind Abwicklungsgewinne im vierten Quartal ausgeklammert.

Die Combined Ratio, das zentrale Effizienzmaß der Branche, soll nun bei 86,5 bis 87,5 liegen. Bisher peilte das Unternehmen 88 bis 90 an. Je niedriger der Wert, desto profitabler arbeitet der Versicherer. Die Kostenquote bleibt unverändert bei rund 17 Prozent.

Ein Dämpfer bei den Kapitalanlagen

Nicht alles verläuft nach Plan. Das Anlageergebnis erwartet Alm. Brand jetzt bei 150 Millionen Kronen, nach zuvor 250 Millionen. Als Ursache nennt das Unternehmen gestiegene Zinsen. Sie belasten die Bewertung von Wertpapierbeständen.

Auffällig ist zudem eine Einschränkung: Die Verbesserung der zugrunde liegenden Schadenquote im dritten Quartal fiel gegenüber dem Vorjahr eher moderat aus, jedenfalls schwächer als im ersten Halbjahr.

Der Sprung beruht also vor allem auf glücklichen Umständen bei Großschäden und Wetter sowie auf Abwicklungsgewinnen, weniger auf einer grundlegend besseren Schadenentwicklung. Sonstige Erträge und Aufwendungen, inklusive Abschreibungen auf immaterielle Werte, bleiben bei einem Aufwand von rund 0,5 Milliarden Kronen.

Analysten bleiben geteilt

Bernstein hob das Kursziel an, belässt das Votum aber bei "Underperform". Der breitere Analystenkreis zeigt sich dagegen klar optimistisch, das durchschnittliche Kursziel liegt laut Marktdaten bei etwa 19,74 Kronen und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.

Konkrete Zahlen für das dritte Quartal legt Alm. Brand am 28. Oktober vor. Dann zeigt sich, wie groß der Anteil der Abwicklungsgewinne am Ergebnis tatsächlich war.

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