Allison Transmission Aktie: Dana-Deal zahlt sich aus
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:40 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit der Übernahme des Off-Highway-Geschäfts von Dana hat Allison Transmission sein Gesicht verändert. Das dritte Quartal zeigt, wie stark die neue Struktur bereits wirkt: Der Umsatz hat sich mehr als verdoppelt, der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen deutlich. Die Aktie legte heute zeitweise knapp 8 Prozent auf rund 122 Dollar zu.
Zahlen über den Erwartungen
Der Konzern setzte 1,53 Milliarden Dollar um, ein Plus von 121 Prozent. Analysten hatten mit etwa 1,47 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,90 Dollar, erwartet waren 2,32 Dollar. Nach US-GAAP blieben 2,30 Dollar je Aktie.
Das Stammgeschäft liefert die Basis. Allison Transmission erzielte einen Rekordumsatz von 881 Millionen Dollar, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Treiber war Nordamerika im On-Highway-Geschäft, wo die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Spezialfahrzeugen anzog. Das Management führt das auf überalterte Fahrzeugflotten zurück, nicht auf vorgezogene Käufe.
Die neue Einheit steuerte 653 Millionen Dollar Umsatz bei, arbeitet aber deutlich weniger profitabel. Ihre bereinigte EBITDA-Marge lag bei knapp 13 Prozent, im Stammgeschäft bei fast 38 Prozent. Das Management verweist auf saisonale Effekte wie europäische Werksferien.
Prognose zum zweiten Mal angehoben
Der Ausblick für 2026 steigt erneut. Der Umsatz soll zwischen 5,975 und 6,075 Milliarden Dollar liegen, zuvor waren es 5,8 bis 6,0 Milliarden. Auch beim bereinigten freien Cashflow hebt der Vorstand die Spanne an, auf 850 bis 900 Millionen Dollar. Der Konzern erwartet für 2026 einen Beitrag der Übernahme zum Nettogewinn.
Die Zukäufe belasten die Bilanz. Die Gesamtschulden liegen bei gut 4 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn tilgte Allison über 400 Millionen Dollar und zahlte im Quartal zudem Dividenden sowie Aktienrückkäufe von zusammen rund 80 Millionen Dollar aus.
Offene Punkte
Die Einmalkosten der Integration bleiben ein Thema. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit rund 125 Millionen Dollar vor Steuern, darunter Restrukturierungen in Europa. Die Nettogewinn-Prognose steht zudem unter dem Vorbehalt der finalen Kaufpreisallokation.
Schwächer läuft es in der Industrie- und Agrarsparte, wo geopolitische Unsicherheit die Käufer bremst. Die Analystenschätzungen sanken in den vergangenen 90 Tagen trotz der Übertreffer um knapp 7 Prozent. Für das vierte Quartal erwartet der Markt 2,35 Dollar je Aktie, deutlich weniger als zuletzt.
Die nächsten Zahlen sind vorläufig für den 17. Februar 2027 angesetzt. Dann legt Allison auch den ersten Jahresausblick vor, der das Off-Highway-Geschäft voll enthält. Das Jahreshoch von 137,62 Dollar liegt rund 11 Prozent über dem aktuellen Kurs.
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