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Alliant Energy Aktie: Datenzentren treiben Prognose

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 03:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Versorger übertraf im dritten Quartal die Gewinnschätzungen und plant bis 2030 Investitionen von 15,9 Milliarden Dollar.
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Alliant Energy hat im dritten Quartal die Erwartungen klar übertroffen und gleich einen Blick auf 2027 geworfen. Der Versorger aus Wisconsin verdient am wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und plant dafür deutlich höhere Investitionen.

Gewinn über den Erwartungen

Der Gewinn je Aktie lag bei 1,52 Dollar, nach 1,09 Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit 1,26 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg um gut sechs Prozent auf 1,285 Milliarden Dollar und entsprach damit den Prognosen.

Als Treiber nennt das Unternehmen höhere Erlöse aus der wachsenden Anlagenbasis seiner beiden Töchter Interstate Power and Light und Wisconsin Power and Light, darunter Investitionen in Erzeugung und Speicher. Hinzu kommen höhere Erträge aus Beteiligungen und etwas mehr Stromabsatz. Steuerliche Zeiteffekte halfen ebenfalls, sie sollen bis Jahresende wieder entfallen. Höhere Wartungs-, Personal- und Finanzierungskosten dämpften das Ergebnis.

Die Prognose für 2026 grenzt der Konzern auf 3,41 bis 3,46 Dollar je Aktie ein, die obere Hälfte der ursprünglichen Spanne.

3,4 Gigawatt Rechenzentrums-Nachfrage

Der eigentliche Hebel liegt in der Zukunft. Die Versorger haben bereits 3,4 Gigawatt an vertraglich zugesagter Nachfrage von Rechenzentren. Bis 2031 erwartet Alliant einen Anstieg der Spitzenlast um rund 60 Prozent, nach eigener Darstellung die höchste Wachstumsrate der Branche.

Um diese Last zu bedienen, hebt das Unternehmen die geplanten Investitionen für 2027 bis 2030 um 19 Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar an. Das Wachstum hängt allerdings an Bedingungen: Die Prognose setzt voraus, dass die erwarteten Einnahmen aus der neuen Rechenzentrums-Nachfrage tatsächlich fließen und die Bauprojekte pünktlich fertig werden.

Ausblick 2027 und Dividende

Für 2027 peilt Alliant einen Gewinn von 3,63 bis 3,73 Dollar je Aktie an. Der Mittelwert liegt acht Prozent über der Mitte der ursprünglichen 2026er-Spanne.

Die Dividende soll 2027 auf 2,25 Dollar je Aktie steigen, derzeit liegt das Jahresziel bei 2,14 Dollar. Es handelt sich um ein Ziel: Jede Quartalsausschüttung muss der Verwaltungsrat einzeln beschließen, die erste für 2027 wird im Januar erwartet.

Zudem verlängert Alliant den Plan zur Stabilität der Strompreise für Privatkunden in Iowa um ein Jahr bis Ende 2030, bei weiterhin genehmigter Eigenkapitalrendite. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 70,68 Dollar und gab nachbörslich zunächst um rund ein Prozent nach. Am Freitag um 9 Uhr Central Time erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz.

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