Alimentation Couche-Tard Aktie: Übernahme mit Irving Oil vereinbart
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Alimentation Couche-Tard stärkt seine Präsenz auf dem kanadischen Heimatmarkt. Der Betreiber von Tankstellen und Convenience-Stores vereinbarte gestern die Übernahme ausgewählter Einzelhandelswerte von Irving Oil in den Provinzen Québec und Ontario. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.
Ausbau der Position in Québec und Ost-Ontario
Die Transaktion umfasst 50 Standorte in Québec, die Couche-Tard bereits operativ betreibt, sowie zwei Niederlassungen in den Städten Pembroke und Cornwall im östlichen Ontario. Über den eigentlichen Betrieb der Stationen hinaus sichert sich Couche-Tard langfristige Kraftstoffliefervereinbarungen für 71 eigene und betriebene Standorte in Québec.
Zusätzliches Gewicht erhält der Zukauf durch den Einstieg in das gewerbliche Flottengeschäft an diesen Knotenpunkten: Couche-Tard erwirbt 18 sogenannte Cardlock-Tankstellen für Geschäftskunden. Davon befinden sich 16 Stationen in Québec und zwei in Ontario.
Sechzehn dieser Anlagen liegen direkt an den Standorten der übernommenen Einzelhandelsgeschäfte, zwei weitere neben bestehenden Betrieben von Couche-Tard. Die bestehenden Flottenkunden von Irving Oil sollen dort über eine langfristige Vereinbarung weiterhin bedient werden.
Genehmigung nach dem Wettbewerbsrecht steht noch aus
Bevor die Vereinbarung rechtskräftig wird, müssen die zuständigen Behörden der Übernahme zustimmen. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen sowie der Genehmigung im Rahmen des kanadischen Competition Act. Auf Seiten des Vertragspartners Irving Oil steht zudem ein Führungswechsel bevor: Alfred Stern soll am 1. November 2026 den Posten des Chief Executive Officer übernehmen und Jeff Matthews ablösen.
Für Couche-Tard festigt der Schritt das regionale Versorgungsnetz im Osten Kanadas. An den Finanzmärkten wird der Konzern derzeit mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 44,37 Milliarden Euro bewertet. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 48,60 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 58,58 Euro, das im August markiert worden war, notiert das Papier damit aktuell 17 Prozent entfernt.
Während frühere Großprojekte wie die milliardenschwere Offerte für den japanischen 7-Eleven-Mutterkonzern Seven & i Holdings international für Schlagzeilen sorgten, setzt das Management mit dem aktuellen Zukauf auf die Konsolidierung bestehender lokaler Partnerschaften.
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