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Alaska Air Aktie: Tankrechnung dominiert

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 00:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Trotz kräftiger Erlöse belastet teurer Treibstoff Alaska Air; für das vierte Quartal erwartet die Airline einen bereinigten Verlust von 2,00 bis 2,50 Dollar je Aktie.
Alaska Air Group Inc. US0116591092 – Flatlay Boardingpass Reisepass Uhr Aktienzertifikat ISIN-Karte Illustration mit AI erstellt.

Umsatz auf Rekordkurs, Nachfrage stark, Preise höher – und trotzdem rutscht Alaska Air tiefer in die Verlustzone. Der Grund heißt Kerosin. Für das Schlussquartal stellt die Fluggesellschaft einen deutlich größeren Verlust in Aussicht, als der Markt erwartet hatte.

Starke Erlöse, teurer Treibstoff

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, genauer: auf 4,3 Milliarden Dollar, bei nur 2,4 Prozent mehr Kapazität. Die Erlöse je angebotener Sitzmeile legten um 11,7 Prozent zu, im September kletterte die Yield um rund 17 Prozent. Besonders das Premiumgeschäft trug: Es wuchs um etwa 25 Prozent und macht inzwischen mehr als 36 Prozent der Erlöse aus.

Die Treibstoffkosten fraßen den Vorteil auf. Der Preis je Gallone lag bei 3,94 Dollar statt der erwarteten 3,75 Dollar, die Kerosinrechnung stieg um 60 Prozent. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 147 Millionen Dollar oder 1,32 Dollar je Aktie.

Der bereinigte Gewinn von 0,36 Dollar je Aktie klammert einen Steuereffekt aus. Dieser hätte das Ergebnis um 0,67 Dollar gedrückt. Die Gesellschaft musste Steuervorteile aus den Verlusten des ersten Halbjahres korrigieren, weil sie nun für das Gesamtjahr einen Vorsteuerverlust erwartet. Die Prognose von 0 bis 1 Dollar je Aktie übertraf sie damit dennoch.

Schlussquartal belastet

Die Ausblickszahlen sind der eigentliche Dämpfer. Für das vierte Quartal erwartet Alaska Air einen bereinigten Verlust von 2,00 bis 2,50 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 1,04 Dollar gerechnet. Für das Gesamtjahr peilt das Management nun einen bereinigten Verlust von 5,00 bis 5,50 Dollar je Aktie an.

Die Annahme für den Kerosinpreis liegt bei 4,65 bis 4,85 Dollar je Gallone. Das bedeutet 650 Millionen Dollar mehr als ursprünglich geplant. Über das Jahr summiert sich der Mehraufwand auf 1,8 Milliarden Dollar. Die Nachfrage bleibt laut Unternehmen gesund, die Stückerlöse sollen weiter im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen.

Auch die Bilanz zeigt Spuren. Das Verhältnis von bereinigter Nettoverschuldung zu EBITDAR liegt bei 5,5 nach 2,9 Ende 2025. Die verfügbare Liquidität beträgt 3,3 Milliarden Dollar.

Wachstum über Seattle

Strategisch hält der Konzern den Kurs. Ab Mai und Juni 2027 sollen Nonstop-Flüge von Seattle nach Osaka und Papeete starten, vorbehaltlich behördlicher Genehmigung. Sie sind die achte und neunte Langstreckenroute ab Seattle. Bis 2030 sind mindestens 15 geplant. Hinzu kommen Athen und Paris ab dem Frühjahr 2027.

Zudem will das Unternehmen den internationalen Gemeinschaftsunternehmen der oneworld-Allianz im Atlantik- und Pazifikverkehr beitreten. Ob sich diese Investitionen auszahlen, hängt auch vom Kerosinpreis ab. Heute um 17:30 Uhr deutscher Zeit, 11:30 Uhr Ostküstenzeit, äußert sich das Management in einer Telefonkonferenz zu den Zahlen.

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