AirSculpt, Jahresprognose

AirSculpt: Jahresprognose nach schwachem Quartal gesenkt

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach rückläufigem Quartalsgeschäft reduziert AirSculpt die Umsatz- und EBITDA-Erwartungen; eine neue Kreditvereinbarung ersetzt die bisherige Finanzierung.
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AirSculpt Technologies hat heute nach einem schwächeren Quartal seine Jahresprognose für Umsatz und bereinigtes EBITDA gesenkt. Damit rückt die operative Entwicklung in den Mittelpunkt. Der gestern abgeschlossene Finanzierungsvertrag regelt zugleich die Ablösung der bisherigen Kreditvereinbarung. Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Themen nebeneinander: niedrigere Geschäftserwartungen und eine neu geordnete Finanzierung.

Weniger Umsatz und geringeres Fallvolumen

Nach Unternehmensangaben erzielte AirSculpt im dritten Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von 31,9 Millionen $. Das entspricht einem Rückgang von 8,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Die rückläufige Entwicklung betrifft auch das Fallvolumen auf vergleichbarer Standortbasis. Dieser operative Maßstab ist für die Einordnung wichtig: Er zeigt die Entwicklung an vergleichbaren Standorten und ergänzt damit die Umsatzbetrachtung.

Das Fallvolumen auf vergleichbarer Standortbasis sank um 9,6 %. Für das Gesamtjahr erwartet AirSculpt beim Umsatz nun ungefähr 144 Millionen $ bis 146 Millionen $.

Die schwächeren Quartalszahlen gehen damit mit einer vorsichtigeren Jahresplanung einher. Die neue Prognosespanne liegt vollständig unter der bisherigen Erwartung.

Zuvor hatte das Unternehmen einen Jahresumsatz zwischen 151 Millionen $ und 157 Millionen $ in Aussicht gestellt.

Auch das Ergebnisziel fällt niedriger aus

Die Anpassung beschränkt sich auf der Ergebnisseite ebenfalls nicht auf eine einzelne Grenze der Prognosespanne. AirSculpt setzt sowohl die Untergrenze als auch die Obergrenze des erwarteten bereinigten EBITDA herab.

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen jetzt mit einem bereinigten EBITDA zwischen 9 Millionen $ und 10 Millionen $.

Damit fällt neben dem erwarteten Geschäftsvolumen auch das operative Ergebnisziel niedriger aus. Eine positivere Einschätzung der Geschäftsentwicklung würde voraussetzen, dass AirSculpt die gesenkten Erwartungen erfüllt und den Rückgang des Fallvolumens begrenzt.

Die bisherige Prognose für das bereinigte EBITDA hatte bei 12 Millionen $ bis 14 Millionen $ gelegen.

Neue Kredite lösen bisherige Vereinbarung ab

Parallel zur operativen Entwicklung hat AirSculpt seine Kreditfinanzierung neu geordnet. Gestern schloss das Unternehmen eine Vereinbarung mit Blue Torch Finance und einem Kreditgeberkonsortium. Mit dem Erlös wurde die vorherige Kreditvereinbarung zurückgezahlt und beendet.

Die Finanzierung umfasst ein bei Abschluss ausgezahltes, vorrangig besichertes Laufzeitdarlehen über 39,0 Millionen $. Hinzu kommt eine nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditlinie von bis zu 5,0 Millionen $. Beide Finanzierungen werden am 5. November 2031 fällig.

Für die Beurteilung der Aktie bleibt damit die operative Umsetzung entscheidend: Die neue Kreditvereinbarung ordnet die Finanzierung, während die gesenkten Jahresziele den Maßstab für das Geschäft setzen. Eine Stabilisierung wäre daran zu erkennen, dass sich Umsatz und Fallvolumen entsprechend verbessern.

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