Airbus, Aktie

Airbus Aktie: Biman plant Vertrag über zehn Jets

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 07:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Airbus meldet den Erstflug des A350F; ein Auftrag über zehn Flugzeuge ist vorgesehen, während Triebwerksengpässe die Auslieferungen bremsen.

Schwarzweiß-Reportage: Techniker warten Airbus SE Flugzeug in Industriehalle
Airbus SE (ISIN NL0000235190): Schwarz-Weiß-Reportage in der Wartungshalle – Techniker arbeiten unter industriellen Lichtkegeln an einem Großraumjet Illustration mit AI erstellt.

Der europäische Flugzeugbauer verzeichnet zum Auftakt des vierten Quartals neue geschäftliche Impulse. An der Börse beendete die Aktie den Handel am Freitag bei 189,90 Euro, was einem Tagesplus von 1,9 Prozent entspricht.

Wichtige Flottenentscheidungen stehen bevor

Für den Konzern steht in dieser Woche ein Großabschluss an. Am Mittwoch soll Biman Bangladesh Airlines eine Vereinbarung über zehn Jets unterzeichnen. Geplant ist der Kauf von vier Langstreckenjets des Typs A350-900 sowie sechs Mittelstreckenflugzeugen der Modellreihe A321neo. Der Gesamtwert des Pakets wird auf mehr als zwei Milliarden US-Dollar taxiert.

Gleichzeitig erweitert Airbus sein technologisches Portfolio im Frachtsegment. Ende September absolvierte der erste Prototyp des Großraumfrachters A350F in Toulouse erfolgreich seinen Jungfernflug über vier Stunden und zehn Minuten.

Für das neue Modell, das gegenüber älteren Frachtflugzeugen bis zu 40 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen soll, lagen bis Ende August 115 Festbestellungen von 14 Kunden vor. Die nun anlaufende Flugerprobung umfasst rund 400 Stunden und soll die Zulassung vorbereiten.

Hoher Auslieferungsdruck im Schlussquartal

Trotz der anhaltenden Nachfrage steht das Management vor erheblichen operativen Herausforderungen. Um das offizielle Jahresziel von 870 Auslieferungen für 2026 zu erreichen, muss das Tempo drastisch anziehen.

Engpässe bei den GTF-Triebwerken von Pratt & Whitney belasten die Endfertigung der margenstarken A320neo-Familie weiterhin. Mit dem Schlusskurs vom Freitag weist das Papier einen Abstand von minus 14 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro auf. Für die Erreichung der Jahresprognose wird entscheidend sein, wie reibungslos die Endmontagelinien bis zum Jahresende produzieren.

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