Airbus Aktie: Biman plant Kaufvertrag für zehn Jets
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 09:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Biman Bangladesh Airlines bereitet die Aufnahme von Airbus-Maschinen in die eigene Flotte vor. Wie Bangladeschs Luftfahrtminister M. Rashiduzzaman Millat mitteilte, plant die staatliche Fluggesellschaft für Oktober die Unterzeichnung eines Kaufvertrags über zehn Flugzeuge des europäischen Herstellers. Die Vereinbarung soll vier Großraumjets vom Typ A350-900 sowie sechs Schmalrumpfflugzeuge des Musters A321neo umfassen.
Für Airbus markiert die bevorstehende Order einen strategischen Einbruch in ein bislang von US-Konkurrent Boeing beherrschtes Terrain. Biman setzt im aktiven Linienbetrieb derzeit ausschließlich auf Maschinen aus US-Produktion.
Lieferungen ab 2033 avisiert
Nach Angaben des Ministers könnten die Auslieferungen der europäischen Jets im Jahr 2033 beginnen und sich bis 2036 oder 2037 erstrecken. Zuletzt im Jahr 2018 veröffentlichte Listenpreise von Airbus bezifferten den Gesamtwert eines solchen Flugzeugpakets auf rund 2,05 Milliarden US-Dollar.
Verhandlungskreisen zufolge wird jedoch ein niedrigerer Preis inklusive Zusatzleistungen angestrebt, wobei rund 85 Prozent des Kaufvolumens über europäische Finanzierungen abgedeckt werden könnten.
Die Neuausrichtung erfolgt im Zuge einer umfassenden Kapazitätserweiterung. Biman bedient laut dem Luftfahrtministerium aktuell lediglich etwas mehr als 20 Prozent des internationalen Passagieraufkommens von Bangladesch, während rund 80 Prozent auf ausländische Airlines entfallen.
Die geplanten A350-Langstreckenflugzeuge sollen Routen in den Nahen Osten, nach Europa sowie nach Nordamerika bedienen, während die A321neo auf Regionalverbindungen eingeplant sind.
Frachter-Erstflug stärkt Langstreckenprogramm
Der viereinhalbstündige Testflug markierte den Auftakt zu einer rund neunmonatigen Flugtestkampagne mit rund 400 Stunden, bevor die ersten Auslieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2027 anlaufen sollen.
Mit dem A350F, für den bis Ende August 115 Festbestellungen von 14 Kunden vorlagen, greift das Unternehmen das traditionell von Boeing dominierte Frachtgeschäft an. Laut Reuters steht das Modell in direktem Wettbewerb zur Boeing 777-8F, die bislang 81 Bestellungen verzeichnet.
Im vorbörslichen Handel notiert die Airbus-Aktie heute bei 192,50 Euro und gewinnt 0,7 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 191,20 Euro. Operativ liegt der Schwerpunkt im laufenden Halbjahr auf der Bewältigung von Lieferkettenproblemen und der Steigerung der Schmalrumpfproduktion, um das bestätigte Jahresauslieferungsziel von rund 870 Verkehrsflugzeugen fristgerecht zu erreichen.
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