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Airbus Aktie: A350F hebt morgen zu Erstflug ab

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei Prototypen sollen in neun Monaten 400 Flugstunden für die Zulassung des A350F absolvieren.

Airbus SE Langstreckenjet startet bei Sonnenuntergang vom Rollfeld
Airbus SE (NL0000235190): Weitkörper-Passagierjet beim Abheben in dramatischem Goldstundenlicht – kraftvolles Symbol europäischer Luftfahrt Illustration mit AI erstellt.

Der europäische Flugzeugbauer steht vor einem wichtigen Meilenstein im Frachtgeschäft. Am morgigen Dienstag soll das neue Großraum-Frachtflugzeug A350F in Toulouse zu seinem offiziellen Erstflug abheben. Nach einer kurzen Verschiebung des ursprünglichen Termins um fünf Tage startet damit das Flugerprobungsprogramm für das neue Modell.

An der Börse notierte das Papier des Luftfahrtkonzerns am Freitag zum Handelsschluss bei 194,10 Euro. Damit kommt der Konzern auf eine Marktkapitalisierung von 152,19 Milliarden Euro.

Neunmonatiges Testprogramm vor der Zulassung

Mit dem Start des Prototyps beginnt eine intensive Phase der technischen Validierung. Das Erprobungsprogramm ist auf eine Dauer von rund neun Monaten angelegt. Insgesamt sollen zwei Testflugzeuge eingesetzt werden, um die notwendigen 400 Flugstunden für die Musterzulassung zu absolvieren.

Die Zulassungskampagne entscheidet über den weiteren Zeitplan des Milliardenprogramms. Eine reibungslose Testphase ist Voraussetzung dafür, dass der Zeitplan für den Flugzeugbauer nicht weiter nach hinten rutscht.

Nach aktuellen Planungen peilt das Unternehmen die erste Kundenauslieferung für das Ende des Jahres 2027 an. Der industrielle Hochlauf mit höheren Auslieferungsraten ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Das Flugzeug zeichnet sich durch einen Rumpf aus, der zu über 70 Prozent aus fortschrittlichen Verbundwerkstoffen besteht. Bei einer Zuladung von 109 Tonnen soll die Reichweite rund 8.700 Kilometer betragen.

Hoher Auftragsbestand im Duell mit Boeing

Im Markt für fabrikneue Großraumfrachter tritt das Modell direkt gegen den US-Rivalen Boeing und dessen 777-8 Freighter an. Für den europäischen Konzern ist das Segment von hoher strategischer Bedeutung, da dieses Feld lange Zeit von der amerikanischen Konkurrenz dominiert wurde.

Bislang verzeichnet der Hersteller 107 Festbestellungen von 14 verschiedenen Fluggesellschaften und Leasingfirmen. Zu den Kunden gehören unter anderem Atlas Air mit 20 Exemplaren sowie Air China Cargo und Etihad mit jeweils zehn Festaufträgen. Mit dieser Nachfrage übertrifft das Programm bereits vor dem Jungfernflug die Verkaufszahlen früherer werkseigener Frachtmodelle deutlich.

Parallel dazu treibt der Hersteller den Ausbau seiner Passagierflotten bei globalen Fluglinien voran. American Airlines integrierte am 23. September eine weitere A321XLR in ihre US-Flotte. Gleichzeitig prüft die Fluggesellschaft Optionen für Bestellungen weiterer Langstreckenflugzeuge, wobei auch die A330neo-Reihe im Gespräch ist.

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