Air Products Aktie: Vereinbart LNG-Anlage mit PG Cold Energy
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Konzern Air Products treibt seine Expansion in Südostasien voran. Am Mittwoch besiegelte das Unternehmen eine verbindliche Vereinbarung mit PG Cold Energy 1 Sdn. Bhd. Hinter der Gesellschaft steht ein Joint Venture, das von PETRONAS Gas Berhad und DIALOG Group Berhad angeführt wird.
Gegenstand der Vereinbarung sind die Planung, der Bau und der Betrieb der ersten LNG-basierten Luftzerlegungsanlage Malaysias am LNG-Regasifizierungsterminal in Pengerang im Bundesstaat Johor.
Großprojekt am Terminal in Johor
Die geplante Industrieanlage soll nach ihrer Fertigstellung täglich mehr als 600 Tonnen an flüssigen Gasen produzieren. Vorgesehen ist die Erzeugung von flüssigem Sauerstoff, Stickstoff und Argon. Die Anlage nutzt dabei die Kälteenergie aus dem Regasifizierungsprozess des bestehenden Terminals, um die Luftzerlegung energieeffizient umzusetzen. Der kommerzielle Betrieb soll nach den derzeitigen Plänen Anfang 2027 aufgenommen werden.
Für Air Products bedeutet das Vorhaben eine Festigung der Marktstellung in der Wachstumsregion Asien-Pazifik. Durch die direkte Kopplung an das bestehende Terminal setzt der Konzern auf eine enge Verzahnung mit den lokalen Energie- und Industriestrukturen. Die langfristig ausgelegte Partnerschaft mit regionalen Akteuren sichert dem Unternehmen zudem eine zentrale Rolle bei der industriellen Gasversorgung vor Ort.
Kurszielsenkungen und Warten auf Bilanz
Trotz des operativen Fortschritts zeigen sich Analystenhäuser vor den nächsten Unternehmenszahlen zurückhaltend. Am Montag passte UBS das Kursziel für Air Products an: Die Experten der Schweizer Großbank senkten die Zielmarke auf $305 und beließen die Einstufung auf „Neutral“. Am Mittwoch reduzierte auch Citigroup die Erwartungen. Das Institut nahm sein Kursziel auf $312 zurück und bestätigte ebenfalls die neutrale Haltung zu dem Papier.
Die Vorsicht an den Märkten spiegelt die Ungewissheit vor dem anstehenden Jahresabschluss wider. Zwar versprechen Großprojekte wie der Neubau in Malaysia mittelfristige Wachstumsimpulse, doch Investoren warten vor neuen Engagements auf konkrete Belege zur aktuellen Ertragskraft und Margenentwicklung im globalen Geschäft.
Klarheit über den Geschäftsverlauf soll in Kürze folgen. Am Dienstag gab das Management bekannt, dass die Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals für das Geschäftsjahr 2026 am 5. November stattfinden wird. Die Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf diese Veröffentlichung, während die Aktie im heutigen Handel bei 250,00 Euro notiert.
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