Aguia Resources Aktie: Gericht erklärt Umweltlizenz ungültig
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aguia Resources vermeldet operative Fortschritte im südamerikanischen Edelmetallsektor. Beim unternehmenseigenen Goldprojekt Santa Barbara in Kolumbien erzielte die Gesellschaft im Fördermonat August eine Rekordproduktion. Aus dem Abbau gingen 942 Gramm Gold hervor.
Die Ausbeute profitierte dabei von hohen Erzgehalten. Wie das Unternehmen mitteilte, lag der Durchschnittsgehalt bei mehr als 10 Gramm Gold pro Tonne Gestein. Aus dem Verkauf des im August gewonnenen Edelmetalls resultierten Einnahmen von rund 171.000 A$.
Parallel dazu erweitert das Bergbauunternehmen seine Aktivitäten über Testläufe mit Fremderz. In der Verarbeitungsanlage Quintana durchlief eine Charge von 50 Tonnen externen Materials die Aufbereitung. Dieser Probelauf lieferte 637,37 Gramm bezahlbares Gold und zusätzlich 1.226,8 Gramm bezahlbares Silber.
Die vertraglichen Konditionen sichern Aguia Resources den Großteil dieser Ausbeute. Nach Abzug einer Verarbeitungsgebühr von 65 US-Dollar je Tonne fließen dem Unternehmen 90 Prozent des gewonnenen Goldes zu. Die Aufbereitung unterstreicht die funktionierende Infrastruktur der Quintana-Anlage im laufenden Betrieb.
Rückschlag für Três Estradas vor Gericht
Den Fortschritten in Kolumbien stehen juristische Auseinandersetzungen in Brasilien gegenüber. Das dortige Bundesregionalgericht der 4. Region gab Berufungsanträgen am 15. September teilweise statt. In der Folge erklärte die richterliche Instanz die Umweltlizenz für das Phosphatprojekt Três Estradas für ungültig.
Medienberichten zufolge kündigte Aguia Resources juristische Schritte gegen das Urteil an. Das Unternehmen plant, einen formellen Antrag auf gerichtliche Klarstellung einzureichen. Die Unternehmensführung geht nicht davon aus, dass die Gerichtsentscheidung zu einer Unterbrechung der laufenden Betriebsaktivitäten vor Ort führt.
Operativ hat die Gesellschaft an der brasilianischen Lagerstätte bereits Vorsorge für Witterungsrisiken getroffen. Vor dem Einsetzen starker Regenfälle infolge des Wetterphänomens El Niño wurden rund 25.000 Tonnen vorverarbeitetes Phosphaterz auf Halde gelegt.
Auch auf der Absatzseite bestehen Vereinbarungen für das Material. Langfristige Kaufverträge sichern die Abnahme von 11.000 Tonnen des Phosphaterzes ab. Medienberichten zufolge befinden sich zusätzliche Lieferungen im Umfang von weiteren 11.000 Tonnen derzeit in Verhandlungen.
Aktie markiert neues Jahrestief
Trotz der gemeldeten Fördermengen aus Kolumbien belasten die juristischen Fragezeichen in Brasilien die Stimmung der Anleger spürbar. An den Märkten rückten die Genehmigungsrisiken zuletzt in den Mittelpunkt des Interesses.
Im heutigen Handel verlor die Aktie von Aguia Resources 8,3 Prozent und fiel auf einen Kurs von 0,0110 AUD. Mit dieser Notierung markierte das Papier gleichzeitig sein aktuelles 52-Wochen-Tief.
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