Agilent Aktie: Prognose erneut angehoben
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 23:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Agilent hat im dritten Geschäftsquartal geliefert, was der Markt sich erhofft hatte – und noch etwas mehr. Der Instrumentehersteller für Life Sciences und Diagnostik meldet einen Gewinn je Aktie von 1,28 US-Dollar nach GAAP, bereinigt sogar 1,62 Dollar. Beide Werte liegen über den Analystenschätzungen von rund 1,49 Dollar, die vor der Veröffentlichung kursierten.
Der Umsatz kletterte um 8,1 Prozent auf 1,878 Milliarden Dollar. Besonders die Sparte Life Sciences and Diagnostics Markets Group stach hervor: Sie wuchs um 11 Prozent auf 746 Millionen Dollar.
Die operative Marge nach GAAP legte um 290 Basispunkte auf 23,6 Prozent zu, bereinigt sogar auf 28,3 Prozent – wobei ein Steuerrückerstattungseffekt aus Zolltarifen von rund 110 Basispunkten hier mit hineinspielte.
Ausblick angehoben
Vorstandschef Padraig McDonnell führt die Stärke auf verbesserte Endmärkte und eine bessere Kundennachfrage in Schlüsselregionen zurück. Das operative Betriebssystem "Ignite" trage inzwischen sichtbar zur Marge bei, so das Unternehmen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Agilent nun einen Umsatz zwischen 7,49 und 7,51 Milliarden Dollar – eine Anhebung gegenüber der bisherigen Spanne von 7,3 bis 7,5 Milliarden Dollar.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit 6,18 bis 6,21 Dollar, 15 Cent mehr als beim vorherigen Ausblick. Für das laufende vierte Quartal stellt Agilent einen Umsatz von 1,98 bis 2,0 Milliarden Dollar sowie ein bereinigtes EPS zwischen 1,71 und 1,74 Dollar in Aussicht.
Analysten sahen Spielraum nach oben
Vor der Veröffentlichung hatte sich die Aktie bereits in Rally-Stimmung befunden, nachdem sie im August ein Jahreshoch markiert hatte. Von 22 Analysten stuften 16 die Aktie als Kauf ein, sechs mit Halten, keiner mit Verkaufen.
Morgan Stanley hatte das Kursziel Mitte August auf 175 Dollar angehoben, Jefferies zog Ende August auf 150 Dollar nach – beide Bewegungen deuten auf wachsendes Vertrauen in die Marge hin, auch wenn die Einschätzungen deutlich variieren.
Die Kernfrage vor dem Bericht war, ob Agilent seine operative Marge trotz möglicher Zollbelastungen halten kann. Mit einer bereinigten Marge von 28,3 Prozent hat das Unternehmen diese Sorge für das dritte Quartal zunächst entkräftet. Ob sich das Tempo im vierten Quartal fortsetzt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie nachhaltig die Nachfrage aus Pharma- und Biotech-Kunden bleibt, deren Budgets in den vergangenen Quartalen schwankten.
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