AFC Energy Aktie: CE-Kennzeichnung für LC30 im Juli
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 03:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AFC Energy nähert sich einem entscheidenden Punkt in seiner Unternehmensentwicklung. Der britische Spezialist für Wasserstofftechnologien plant, die CE-Kennzeichnung für seinen LC30-Generator noch im laufenden Monat abzuschließen. Dieses Zertifikat gilt als Voraussetzung für den Beginn der kommerziellen Auslieferungen, die für September vorgesehen sind.
Fokus auf den LC30-Generator
Das Unternehmen setzt große Erwartungen in den neuen flüssigkeitsgekühlten 30-kW-Brennstoffzellengenerator. Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Fertigungsdienstleister Volex konnten die Produktionskosten massiv gesenkt werden. Laut Firmenangaben liegen die Herstellungskosten des LC30 etwa 85 Prozent unter denen des Vorgängermodells. Bis Oktober 2026 beabsichtigt AFC Energy, insgesamt 15 Einheiten dieses Typs fertigzustellen.
Die jüngsten Geschäftszahlen verdeutlichen jedoch die finanziellen Herausforderungen während dieser Übergangsphase. Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 meldete das Unternehmen am 23. Juli einen Umsatz von lediglich 17.000 Britischen Pfund. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 408.000 Pfund. Gestern schloss die Aktie im Handel bei 0,1276 Euro.
Dieser deutliche Rückgang spiegelt die strategische Entscheidung wider, weg von älteren Systemen hin zu effizienteren Plattformen zu steuern. Das Management fokussiert sich nun auf die Skalierung der neuen Produktgeneration, was kurzfristig zu geringeren Verkaufserlösen bei den Bestandstechnologien führte.
Umsatzrückgang und strategische Abschreibungen
Parallel dazu weitete sich der Verlust nach Steuern von 8,3 Millionen auf 10,1 Millionen Pfund im Jahresvergleich aus. Ein wesentlicher Faktor waren dabei die notwendigen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie die laufenden Betriebskosten. Darin enthalten ist zudem eine einmalige Bestandsabschreibung in Höhe von 2,9 Millionen Pfund.
Trotz der schwachen Halbjahresbilanz weist die Aktie seit Jahresbeginn ein Plus von 7,8 Prozent auf. Anleger blicken dabei vor allem auf die Projektpipeline. Ein bedeutender Meilenstein ist die Zusammenarbeit mit dem Baumaschinenhersteller Komatsu. In einem Engineering-Projekt mit einem Volumen von über 2 Millionen US-Dollar wird die Integration von Ammoniak-Crackern in große Bergbaufahrzeuge validiert.
Kooperationen im Industriesektor
Ein weiterer Fortschritt ergab sich durch eine Entscheidung der britischen Umweltbehörde. Diese stimmte einer Überarbeitung der Genehmigung für die Pilotanlage in Dunsfold zu. Damit darf das Unternehmen dort produzierten wasserstoffbasierten Strom exportieren und verkaufen. Diese regulatorische Anpassung ermöglicht es AFC Energy, die Generierung von Einnahmen an diesem Standort deutlich vorzuziehen.
Für die künftige Expansion setzt das Unternehmen zudem auf das Joint Venture mit ICL am Standort Port Clarence. Hier ist eine hälftige Aufteilung der Erlöse aus dem Wasserstoffverkauf vereinbart. Ab dem Jahr 2026 soll zudem das containerisierte Cracker-Modul Hy-5 täglich bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff produzieren können. Der aktuelle Kurs notiert derzeit 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
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