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AFC Energy Aktie: 3,8 Prozent nach TÜV-SÜD-Zertifizierung

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 19:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AFC Energy darf den LC30 in Europa vertreiben und bereitet 15 Generatoren für Speedy Hire vor; die Aktie steigt um 3,8 Prozent.

AFC Energy erhält CE-Freigabe für LC30 und startet Auslieferung
Moderne Wasserstoff-Brennstoffzelle in einer hochmodernen Laborumgebung zur Symbolisierung grüner Energietechnologie. Illustration mit AI erstellt.

AFC Energy hat mit der Zertifizierung seines LC30-Brennstoffzellengenerators eine entscheidende Hürde für den kommerziellen Vertrieb in Europa genommen. Der TÜV SÜD erteilte im August die notwendige Konformitätsbescheinigung, welche die Grundlage für die CE-Kennzeichnung bildet.

Diese Bestätigung ermöglicht es dem Unternehmen, eine bestehende Nachbestellung über 15 Einheiten durch den britischen Maschinenvermieter Speedy Hire zu bedienen. Die Nachricht verleiht dem Kurs heute neuen Schwung: Das Papier von AFC Energy klettert um 3,8 % auf einen Stand von 0,1268 €.

Zulassung ermöglicht Auslieferung an Speedy Hire

Mit der CE-Zertifizierung ist der Weg für den Einsatz der Technologie in allen EU-Mitgliedstaaten sowie im Vereinigten Königreich frei. Die Prüfung durch den TÜV SÜD bescheinigt dem Gerät die Einhaltung strenger Leistungs- und Sicherheitsnormen für die Bereiche Gesundheit und Umwelt. Für das Unternehmen markiert dieser Schritt den Übergang von der rein technischen Entwicklung hin zur breiten kommerziellen Anwendung in internationalen Märkten.

Die Auslieferungen an erste Kunden sollen bereits im laufenden Monat September anlaufen. Das Management sieht vor, die 15 Generatoren für den Partner Speedy Hire bis Oktober vollständig bereitzustellen. Neben diesem Großauftrag trägt auch der Partner TAMGO zum wachsenden Auftragsbestand des LC30-Modells bei.

Diese Entwicklung fällt in eine Phase der strategischen Neuausrichtung: Im Mai erfolgte die offizielle Umbenennung der Gesellschaft in H-Power plc, um das geschärfte Profil im Sektor der emissionsfreien Energieerzeugung zu unterstreichen.

Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur und neue Partnerschaften

Parallel zum Geschäft mit Brennstoffzellen baut AFC Energy seine Kapazitäten als Wasserstoff-Lieferant aus. Im Juni meldete das Unternehmen den landesweit ersten Verkauf von grünem Wasserstoff in industriellen Mengen, der mittels Cracking-Verfahren aus Ammoniak gewonnen wurde.

Am Standort Dunsfold startete die Versorgung mit dem Energieträger bereits im Frühjahr. Zudem schreitet die Entwicklung des transportablen Crackers HY5 voran, der darauf abzielt, kostengünstigen Wasserstoff direkt vor Ort bereitzustellen.

Die Pilot-Inbetriebnahme des HY5-Systems ist für November geplant. Nach aktuellen Planungen soll die Prototypen-Produktion eine Kapazität von etwa einer Einheit pro Woche erreichen. Ziel ist es, bis zum Jahresende eine verlässliche Lösung für den industriellen Bedarf anzubieten.

Ergänzt wird diese Infrastrukturstrategie durch eine Kooperation mit dem japanischen Konzern Komatsu. Ein gemeinsames Entwicklungsabkommen im Wert von zwei Millionen US-Dollar sieht vor, die Ammoniak-Cracker-Technologie direkt in industrielle Dieselmotoren zu integrieren.

Finanzielle Basis für weiteres Wachstum

Finanziell ist die Gesellschaft durch eine Kapitalmaßnahme aus dem Vorjahr abgesichert. Eine überzeichnete Finanzierungsrunde erlöste brutto 27,5 Millionen Pfund, was die Liquidität für die anstehende Skalierung der Produktion sicherstellt.

Zum Ende des Monats Januar verfügte das Unternehmen über Barreserven in Höhe von 20,4 Millionen Pfund. Dieser Puffer ist notwendig, um die ehrgeizigen Lieferziele für das vierte Quartal und die weitere Entwicklung der HY5-Serie zu finanzieren.

An der Börse wird der Fortschritt bei der Produktzulassung wohlwollend aufgenommen, wenngleich die langfristige Erholung noch aussteht. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert der Wert mit einem Minus von 38 % weiterhin deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch. Anleger blicken nun auf die für September angekündigten ersten Kundenauslieferungen, die als operativer Beweis für die erfolgreiche Kommerzialisierung der LC30-Serie gewertet werden.

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