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AES Aktie: Indiana genehmigt Google-Ausbauplan

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 10:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google übernimmt sämtliche Kosten für Energieanlagen und Netzumbauten; der geplante AES-Konzernkauf benötigt weiter behördliche Freigaben.

Pop-Art-Comic mit stilisierter Sonne, Windrad und Batteriespeicher in kräftigen Farben
AES Corp. US00130H1059 pop art comic of stylized sun wind turbine and battery storage scene Illustration mit AI erstellt.

Die Indiana Utility Regulatory Commission hat gestern einstimmig den Ausbauplan von AES Indiana genehmigt. Die regionale Tochtergesellschaft des Energiekonzerns soll die Stromversorgung für ein geplantes Rechenzentrum von Google im Morgan County sicherstellen. An den Märkten zeigt sich die Aktie von dem behördlichen Votum zunächst unbeeindruckt: Im heutigen Handel gibt das Papier um 1,5 Prozent nach und notiert bei 13,18 Euro.

Google übernimmt Infrastrukturkosten vollständig

Nach Angaben von AES Indiana trägt Google 100 Prozent der Kosten für die Energieanlagen und Netzanpassungen, die für die Versorgung der neuen Einrichtung erforderlich sind. Durch diese Vereinbarung soll verhindert werden, dass reguläre Stromkunden für die Erweiterung der Netzinfrastruktur aufkommen müssen.

Für den Versorger bedeutet die Entscheidung einen wichtigen Zwischenschritt, um den wachsenden Energiebedarf von Großkunden aus dem Technologiesektor im Bundesstaat Indiana vertraglich abzusichern.

Lokale Tarifverhandlungen vor der Aufsichtsbehörde

Parallel zum Google-Projekt steht die Tochtergesellschaft in Indiana in einer regulatorischen Überprüfung ihrer allgemeinen Tarife. Medienberichten zufolge könnten Kunden von AES Indiana bereits die volle Tariferhöhung zahlen, bevor die Kommission ihre Neuverhandlung abschließt.

Der behördliche Zeitplan sieht vor, dass Aussagen und Unterlagen bis zum 23. Oktober eingereicht werden. Sollte in dem Verfahren vorher keine Einigung zustande kommen, ist eine offizielle Anhörung für den 11. März 2027 angesetzt.

Politischer Widerstand gegen Übernahmeangebot

Während auf lokaler Ebene operative Projekte vorankommen, zeichnet sich auf Bundesebene Gegenwind für die Eigentümerstruktur des Gesamtkonzerns ab. Ein Konsortium unter Führung von Global Infrastructure Partners und EQT hatte sich am 2. März mit AES auf eine Übernahme geeinigt.

Die Vereinbarung sieht einen Barpreis von $15.00 je Aktie vor und bewertet das Unternehmen inklusive Schulden mit rund 33,4 Milliarden Dollar. Der Abschluss der Transaktion bleibt an noch ausstehende behördliche Genehmigungen gebunden.

Laut Reuters wandten sich US-Gesetzgeber um Senatorin Elizabeth Warren am 29. September an die zuständigen Bundesenergiebehörden, um den Zusammenschluss zu stoppen. Die Abgeordneten drängen darauf, die Übernahme abzulehnen, da sie steigende Stromkosten für Privathaushalte und Betriebe befürchten. Damit steht das Vorhaben vor politischen Debatten, während AES im Tagesgeschäft die Netzanbindung energieintensiver Rechenzentren vorantreibt.

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