AES, Aktie

AES Aktie: Beschwerde gefährdet 33,4-Milliarden-Deal

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 15:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AES veröffentlicht Quartalsergebnisse, während eine Klage den geplanten Milliardenverkauf an ein BlackRock-Konsortium gefährdet.

AES Aktie: Quartalszahlen und BlackRock-Deal unter Druck
Abstrakte Darstellung moderner Energieinfrastruktur bei Dämmerung, die Unsicherheit im Energiesektor symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Energieversorger AES steht heute vor einem entscheidenden Abend. Nach dem US-Börsenschluss veröffentlicht das Unternehmen seine Ergebnisse für das zweite Quartal. Parallel dazu kämpft das Management mit neuen Hürden für den geplanten Milliardenverkauf an ein Konsortium um BlackRock.

Zahlen nach dem Rekordquartal

Analysten blicken mit gemischten Erwartungen auf die Bilanz. Sie rechnen mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 0,45 und 0,54 US-Dollar. Der prognostizierte Umsatz liegt bei etwa 3,11 Milliarden US-Dollar.

In einem starken ersten Quartal übertraf AES die Erwartungen mit 0,68 US-Dollar pro Aktie deutlich. Nun muss der Vorstand beweisen, dass dieser Erfolg nachhaltig war. Beobachter achten dabei besonders auf die Margen beim Ausbau von Batteriespeichern und erneuerbaren Energien.

Widerstand gegen den Deal

Die Quartalszahlen werden von der geplanten Übernahme überlagert. Ein Konsortium aus EQT Infrastructure und einer BlackRock-Tochter will AES für 33,4 Milliarden US-Dollar kaufen. Der vereinbarte Preis liegt bei 15,00 US-Dollar pro Aktie in bar.

Obwohl die Aktionäre im Juni zustimmten, gibt es neue Probleme. Interessenvertreter reichten Ende Juli eine Beschwerde auf Bundesebene ein. Sie kritisieren die Machtkonzentration privater Finanzinvestoren über die Energie-Infrastruktur in Indiana und Ohio. Diese Klage könnte den Abschluss des Geschäfts bis weit in das Jahr 2027 verzögern.

Wachstum durch Künstliche Intelligenz

Unabhängig vom Verkauf profitiert AES vom enormen Stromhunger der Tech-Giganten. Das Unternehmen verfügt über unterzeichnete Lieferverträge mit einer Leistung von über 12 Gigawatt. Ein großer Teil dieser Kapazitäten ist für Betreiber großer Rechenzentren reserviert.

Ein Beispiel für diese Strategie ist der 20-jährige Pakt mit Google. In Texas versorgt AES einen neuen Campus mit sauberer Energie. Solche langfristigen Verträge sichern dem Konzern stabile Einnahmen und machen ihn für Investoren attraktiv.

Anleger blicken am Freitag zudem auf die Dividende. Wer Anspruch auf die Ausschüttung von 0,17595 US-Dollar haben möchte, muss die Aktie spätestens morgen im Depot halten. Der Titel notiert mit 12,81 Euro aktuell rund drei Prozent über seiner 200-Tage-Linie.

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