Aena, Aktie

Aena Aktie: DORA III mit 13 Milliarden bis 2031

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 15:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Spanien legt Aenas Gebühren und Investitionen bis 2031 fest: Tarife steigen kaum, während fast 13 Milliarden Euro in Flughäfen fließen.

Aena erhält DORA III: Gebühren gebremst, Investitionen steigen
Modernes Flughafenterminal bei Sonnenaufgang als Symbol für langfristige Infrastrukturinvestitionen. Illustration mit AI erstellt.

Spaniens Regierung hat den regulatorischen Rahmen für den Flughafenbetreiber Aena für die Jahre 2027 bis 2031 verabschiedet. Der Ministerrat genehmigte heute das Regelwerk DORA III, das die Entgelte und Investitionen für die kommende Fünfjahresperiode festlegt. Für das Unternehmen bringt der Beschluss zwar Planungssicherheit, begrenzt die Gebührenanpassungen jedoch drastisch.

Die Aktie von Aena legte heute um 2,9 Prozent auf 25,64 Euro zu.

Gebühren deckeln Einnahmespielraum

Die Flughafengebühren dürfen im Zeitraum von 2027 bis 2031 um durchschnittlich lediglich 0,33 Prozent pro Jahr steigen. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 3 Cent je Passagier pro Jahr. Über den gesamten Fünfjahreszeitraum summiert sich die Anhebung auf 1,65 Prozent.

Mit diesem Beschluss blieb das Kabinett deutlich hinter den Forderungen des Flughafenbetreibers zurück. Aena hatte eine jährliche Erhöhung um 3,82 Prozent verlangt, während Fluggesellschaften einen Rückgang um 4,9 Prozent gefordert hatten.

Die spanische Wettbewerbsbehörde CNMC hatte wiederum ein Minus von 0,59 Prozent pro Jahr empfohlen. Verkehrsminister Óscar Puente hob hervor, dass Spanien damit weiterhin über äußerst wettbewerbsfähige Flughafengebühren in Europa verfüge.

Milliardeninvestitionen in Drehkreuze und Regionalflughäfen

Trotz der geringen Tarifsteigerungen sieht das Programm ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 13 Milliarden Euro vor. Davon entfallen 9.991 Millionen Euro auf den regulierten Bereich. Dieser Betrag übersteigt das Volumen der vorhergehenden Periode um mehr als das Vierfache.

Der Löwenanteil der Mittel fließt in die beiden größten Drehkreuze des Landes. Für den Flughafen Madrid-Barajas sind 4.477 Millionen Euro reserviert, um unter anderem die jährliche Passagierkapazität von 70 Millionen auf 90 Millionen Fluggäste auszubauen. Barcelona-El Prat erhält 1.765 Millionen Euro.

Darüber hinaus fließen 1.807 Millionen Euro auf die Kanarischen Inseln. Für die Region Valencia sind 1.270 Millionen Euro eingeplant, während die Balearen mehr als eine Milliarde Euro und Málaga 830 Millionen Euro erhalten.

Steigende Passagierzahlen als Wachstumstreiber

Die Finanzierung des Investitionsprogramms stützt sich maßgeblich auf die erwartete Zunahme des Luftverkehrs. Laut dem genehmigten Rahmen soll das Passagieraufkommen an den spanischen Standorten von 321 Millionen im Jahr 2025 auf 358 Millionen Fluggäste im Jahr 2031 zulegen.

Parallel dazu forciert Aena den Ausbau margenstarker Nebenerlöse außerhalb des regulierten Kerngeschäfts. Geplant ist unter anderem die Eröffnung von mindestens zehn weiteren VIP-Lounges, nachdem dieser Geschäftsbereich im Jahr 2025 Erlöse von mehr als 160 Millionen Euro erzielte.

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