Adobe Aktie: Topaz-Labs-Übernahme abgeschlossen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 02:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Adobe baut seine Position im Bereich der digitalen Medien weiter aus. Der Softwarekonzern hat am Mittwoch die Akquisition von Topaz Labs offiziell abgeschlossen. Damit integriert das Unternehmen spezialisierte Bild- und Videowerkzeuge in das eigene Portfolio.
Durch den Vollzug der Transaktion wechselt der bisherige Topaz-Labs-Chef Eric Yang zu Adobe. Er verstärkt dort das Team für digitale Video- und Audioanwendungen. Die eigenständigen Anwendungen und Modelle von Topaz Labs bleiben für Kunden weiterhin verfügbar.
Ausbau der KI-Anwendungen im Kundenbereich
Die Übernahme ergänzt eine Reihe neuer Vertriebs- und Produktinitiativen. Am 22. September vereinbarte Adobe eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit dem Reiseanbieter Jet2. Im Rahmen dieser Kooperation kommt die Software Adobe CX Enterprise zum Einsatz. Ziel ist die Personalisierung von Reiseerlebnissen für zehn Millionen Kunden der Plattform myJet2. Zudem bauten beide Unternehmen gemeinsam ein Labor für Kundenerfahrungen auf.
Parallel dazu treibt der Konzern die Vernetzung seiner Werkzeuge voran. Neben weiteren Softwareanbindungen integrierte Adobe am Donnerstag das Dokumentenprogramm Acrobat in das Claude-Plugin von Anthropic. Laut Unternehmensangaben umfasst diese Erweiterung mehr als 80 Werkzeuge für Anwender.
Angehobene Jahresziele nach solidem dritten Quartal
Finanziell stützen die jüngsten Quartalszahlen den Expansionskurs. Für das dritte Geschäftsquartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 6,76 Milliarden $. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 6,13 $.
Angesichts dieser Entwicklung passte das Management die Erwartungen für das Gesamtjahr an. Der Umsatz soll im Geschäftsjahr 2026 eine Spanne von 26,576 Milliarden $ bis 26,626 Milliarden $ erreichen.
Für den bereinigten Gewinn je Aktie visiert Adobe 24,45 $ bis 24,50 $ an. Für das laufende vierte Quartal stellte der Vorstand Erlöse zwischen 6,80 Milliarden $ und 6,85 Milliarden $ in Aussicht.
Druck auf die Aktie hält an
Trotz der jüngsten Akquisition und operativer Fortschritte bleibt die Stimmung am Markt verhalten. Am Freitag ging die Adobe-Aktie bei einem Schlusskurs von 206,90 Euro ins Wochenende. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 31 Prozent. Der Konzern muss nun beweisen, dass die Zukäufe das Wachstum nachhaltig beschleunigen.
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