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Adobe Aktie: BofA hebt Kursziel auf 220 Dollar

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bank of America hebt das Adobe-Kursziel auf 220 Dollar an, hält aber an der Underperform-Bewertung fest. Zudem kursieren Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Commerce Cloud.

Adobe-Aktie: BofA erhöht Kursziel, Commerce-Cloud-Verkauf im Gespräch
Moderne Büroarchitektur mit abstrakten digitalen Datenströmen als Symbol für technologische Innovation und Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die anfängliche Skepsis gegenüber Software-Unternehmen im Zuge der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) scheint allmählich zu weichen. Am heutigen Donnerstag rückte Adobe verstärkt in den Fokus, nachdem die Bank of America (BofA) ihre Einschätzungen für den gesamten Sektor überarbeitet hat. Die Experten hoben das Kursziel für das Papier an und reagieren damit auf eine allgemeine Stabilisierung im Marktumfeld.

Bank of America hebt Kursziel für Adobe an

In einer aktuellen Analyse hat die Bank of America das Kursziel für die Adobe-Aktie von 190 auf 220 US-Dollar hochgeschraubt. Trotz dieser Anpassung behalten die Analysten ihre Einstufung auf „Underperform“ bei.

Als Grund führen sie eine erwartete Verlangsamung des Umsatzwachstums auf etwa 8,8 Prozent im Jahr 2027 an. Dennoch markiert die Zielerhöhung einen Trendwechsel im Sektor: Neben Adobe wurden auch die Erwartungen für Unternehmen wie ServiceNow und Workday nach oben korrigiert.

Medienberichten zufolge sind die überzogenen Ängste vor einer Verdrängung klassischer Software durch generative KI ein wesentlicher Treiber für die aktuelle Erholung.

Während Jim Cramer die vorangegangenen Abverkäufe als übertrieben bezeichnete, setzt Adobe verstärkt auf die Integration eigener KI-Lösungen wie Firefly in seine Creative Cloud. Aktuell notiert das Papier bei 233,70 Euro und liegt damit knapp 0,6 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Strategische Neuausrichtung und Verkaufsgerüchte

Zusätzlich zum Analystenlob sorgen Spekulationen über eine mögliche Verschlankung des Portfolios für Gesprächsstoff. Berichten von Online Store News zufolge könnte Adobe einen Verkauf oder eine Ausgliederung seiner Commerce Cloud, die auf der Magento-Plattform basiert, in Erwägung ziehen.

Als potenzielle Interessenten werden neben Salesforce auch Finanzinvestoren wie Apax Partners genannt. Ein Indiz für diese Entwicklung sei die Reduzierung von Ingenieursstellen im Commerce-Bereich um etwa 15 Prozent seit Beginn des Jahres.

Das Unternehmen hat diese Berichte bisher nicht kommentiert. Das betroffene Segment umfasst schätzungsweise 9.000 bis 12.000 aktive Online-Shops. Eine Trennung könnte den strategischen Fokus wieder stärker auf die profitableren Kernbereiche Design und Dokumentenmanagement lenken, in denen die Monetarisierung von KI-Funktionen derzeit am weitesten fortgeschritten ist.

Erholung und institutionelles Interesse

Die jüngste Kursentwicklung deutet auf eine Fortsetzung der Bodenbildung hin. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie zwar noch ein Minus von 22 Prozent, konnte sich aber bereits deutlich von den Tiefstständen des Frühsommers lösen.

Der aktuelle Kurs liegt bereits 41 Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Diese Erholung wird offenbar auch von institutionellen Investoren begleitet. So gab Quartz Partners bekannt, im zweiten Quartal 2026 eine Position von über 22.000 Aktien aufgebaut zu haben.

Auch auf der Führungsebene gab es zuletzt Signale des Vertrauens. Director David A. Ricks erwarb bereits am 25. Juni ein Paket von 10.000 Aktien zu einem Preis von 194,51 US-Dollar. Währenddessen bereitet sich der Markt auf die kommenden Geschäftszahlen vor, die für den 10. September 2026 erwartet werden.

Angesichts der gesunkenen Bewertung des Konkurrenten Canva, dessen interner Wert zuletzt von 40 auf 31 Milliarden US-Dollar korrigiert wurde, beobachten Anleger nun genau, wie effizient Adobe seine Marktstellung gegen neue Wettbewerber verteidigen kann.

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