Adidas Aktie: Rospatent registriert Firmenlogo
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deAdidas stellt die Weichen für die weltweite Absicherung seiner Markenidentität. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die russische Patentbehörde Rospatent das Firmenlogo des Sportartikelherstellers als Marke registriert hat.
Die Maßnahme dient der Absicherung der bestehenden Namens- und Logorechte vor Ort. Eine Wiederaufnahme von Geschäftsaktivitäten oder eine Rückkehr in den russischen Markt ist damit nach vorliegenden Berichten jedoch nicht verbunden.
Rechtliche Schritte und neue Kollektionen
Der Schutz der eigenen Kennzeichen beschäftigt den Konzern auch auf anderen Kontinenten. Adidas wirft dem australischen Anbieter vor, mit Vierstreifen-Mustern und entsprechender Werbung die etablierte Drei-Streifen-Marke zu verletzen. Die Beklagte wertet die Streifen Medienberichten zufolge als reines Dekorationselement. Eine gerichtliche Anhörung in dieser Angelegenheit ist für Anfang 2027 angesetzt.
Parallel zum rechtlichen Markenschutz treibt der Konzern Produktneuheiten voran. Seit Donnerstag ist die neue Oberbekleidungslinie aus der Zusammenarbeit mit dem Label Arte Antwerp weltweit in den Geschäften sowie im Online-Handel verfügbar. Am heutigen Samstag folgt zudem der Verkaufsstart einer neuen Variante des Modells Gazelle Indoor, die in Kooperation mit dem Musiker Bad Bunny entstand.
Getrennte Meinungen bei Analysten
Am Mittwoch bekräftigte RBC Capital Markets die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 200 Euro. Analyst Piral Dadhania hob dabei seine Prognosen für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 wegen günstiger Währungseffekte leicht an.
Die Experten sehen die Wettbewerbsposition der europäischen Sportartikelhersteller im Wandel. Schwächen bei großen Konkurrenten könnten etablierten Anbietern neue Spielräume eröffnen, sofern die eigene Sortimentsstrategie greift.
Die Privatbank Berenberg stufte die Aktie am selben Tag weiterhin mit „Hold“ und einem Kursziel von 190 Euro ein. Analyst Nick Anderson verwies auf mögliche mittelfristige Vorteile durch sinkende Marktanteile des Wettbewerbers Nike, von denen neben Adidas auch Puma und On profitieren könnten. Allerdings müssten sich die hohen Lagerbestände in der Branche zunächst wieder normalisieren.
Quartalsbericht wirft Schatten voraus
Für Investoren steht damit die operative Lieferfähigkeit und Nachfrageentwicklung im Zentrum des Interesses. Die kommenden Zwischenberichte dürften zeigen, ob die neuen Lifestyle-Produkte die erhofften Absätze generieren.
Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 157,25 Euro und notiert damit unter seinem 52-Wochen-Hoch von 200,90 Euro. Eine wichtige Wegmarke steht am 29. Oktober an, wenn Adidas die detaillierten Resultate für das dritte Quartal vorlegt.
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