Adidas Aktie: Clubs Pet Collection mit Real Madrid
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 05:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Adidas setzt seine Aufholjagd in den USA fort. Eine Umfrage von RBC Capital Markets zur "Back-to-School"-Saison sieht das Unternehmen erstmals auf Platz eins der amerikanischen Konsumentengunst – noch vor Erzrivale Nike. Analyst Piral Dadhania bestätigte am Mittwoch das Rating "Outperform" und verwies auf signifikante Marktanteilsgewinne in den USA sowie ein stabiles Geschäft in China.
Neue Produktlinie für Haustiere
Parallel zur guten Nachricht aus den USA erweitert Adidas sein Produktportfolio in eine ungewöhnliche Richtung: Das Unternehmen brachte am Mittwoch die "Clubs Pet Collection" auf den Markt – Trikots und Zubehör für Haustiere, entwickelt in Kooperation mit Fußballvereinen wie Real Madrid, Arsenal, Juventus und dem FC Bayern München.
Die Kollektion zielt auf die wachsende Fangemeinde ab, die auch ihre Vierbeiner in Vereinsfarben kleiden möchte, und ergänzt das Kerngeschäft um ein Nischensegment mit Markenbindungspotenzial.
Die Doppelmeldung fällt in eine Phase, in der Anleger die Aktie kritisch beäugen. Der Kurs schloss am Mittwoch bei 156,05 Euro, ein Plus von 1,1 Prozent zum Vortag – nach Wochen mit deutlichem Abwärtsdruck. Auf Monatssicht steht weiterhin ein Minus von 12 Prozent zu Buche, was zeigt, wie sehr die jüngsten positiven Nachrichten erst einen kleinen Teil der Verluste ausgleichen konnten.
Skepsis bei einzelnen Analysten bleibt
Nicht alle Marktbeobachter teilen die Zuversicht von RBC. Der Wolf Report stufte Adidas am 14. August auf "Hold" mit einem Kursziel von 150 Euro ein und verwies auf Bewertungsbedenken sowie strukturelle Risiken, trotz kurzfristiger Impulse durch die Fußball-Weltmeisterschaft. Auch Analyst Richard Edwards äußerte sich Anfang August vorsichtig und verwies auf spätzyklische Branchentrends sowie verstärkte Marketingaktivitäten der Konkurrenz.
Rückkäufe und Insider-Käufe als Vertrauenssignal
Auf der operativen Seite hält das Unternehmen an seiner Kapitalrückführung fest. Im Rahmen der zweiten Tranche des Aktienrückkaufprogramms erwarb Adidas Ende Juli fast 630.000 eigene Aktien über Xetra. Zusätzlich griff auch CEO Björn Gulden Medienberichten zufolge selbst zu und kaufte Anfang August eigene Aktien im Wert von rund 500.000 Euro – ein Signal, das viele Anleger als Vertrauensbeweis in die eigene Strategie werten.
Für das dritte Quartal 2026 blickt der Markt bereits auf den 29. Oktober, wenn Adidas die nächsten Zahlen vorlegt. Bis dahin dürfte die Frage im Mittelpunkt stehen, ob sich der frische Rückenwind aus den USA in konkreten Umsatzzahlen niederschlägt – oder ob die Skeptiker mit ihren Bewertungsbedenken recht behalten.
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