ACS: Datenzentrum in Hyderabad beauftragt
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 05:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der spanische Bau- und Infrastrukturkonzern ACS setzt seinen Kurs in Richtung technologischer Großprojekte fort. Durch Tochtergesellschaften sicherte sich die Gruppe zuletzt wichtige Aufträge in Asien und Australien. Besonders der Markt für digitale Infrastruktur rückt dabei zunehmend in den strategischen Fokus des Unternehmens.
Datenzentrum in Indien und Infrastruktur in Australien
Leighton Asia, eine Tochtergesellschaft von Hochtief, wurde am Donnerstag mit dem Bau eines Datenzentrums im indischen Hyderabad beauftragt. Das Projekt für ein multinationales Technologieunternehmen wird in einem Joint Venture mit Sterling und Wilson realisiert. Damit erweitert ACS seine Präsenz im Bereich der digitalen Infrastruktur auf dem asiatischen Markt.
Parallel dazu meldete die Konzerntochter Cimic am Mittwoch einen Erfolg in Australien. Das Unternehmen CPB Contractors wurde von Main Roads WA ausgewählt, um den Ausbau des Kwinana Freeway zwischen dem Roe Highway und der Safety Bay Road umzusetzen.
An diesem Projekt sind zudem Partner wie McConnell Dowell, Jacobs und Arup beteiligt. Bereits vor rund zwei Wochen hatte der Konzern weitere Großaufträge in Australien gemeldet, was die starke Marktstellung in der Region unterstreicht.
Strategische Zukäufe und Aktienrückkäufe
Die Expansion wird durch gezielte Akquisitionen in zukunftsträchtigen Segmenten ergänzt. Am 1. September gab Hochtief die Vereinbarung zur Übernahme des deutschen Spezialisten Autmatec bekannt. Das Unternehmen ist auf die Errichtung von Energieübertragungsnetzen spezialisiert. Dieser Schritt stärkt die Kompetenzen von ACS im Bereich der Stromnetzinfrastruktur und ergänzt die bestehenden Fähigkeiten in diesem Sektor.
Um den Unternehmenswert zu stützen, setzt ACS zudem ein laufendes Aktienrückkaufprogramm um. Medienberichten zufolge kaufte das Unternehmen zwischen dem 1. und 7. September insgesamt 119.557 eigene Anteile zurück. Das Volumen dieser Transaktionen belief sich auf rund 12,15 Millionen Euro. Dabei wurde ein gewichteter Durchschnittspreis von 101,62 Euro pro Aktie erzielt.
Am Freitag schloss das Papier an der Börse bei 98,05 Euro und notiert damit aktuell unter dem Niveau der jüngsten Rückkäufe. Trotz einer positiven Entwicklung seit Jahresbeginn, in der die Aktie um 15 % zulegen konnte, besteht zum 52-Wochen-Hoch noch ein Abstand von 31 %. Anleger beobachten nun, wie die Integration neuer Spezialisten und der Ausbau des Digitalgeschäfts die langfristige Bewertung beeinflussen werden.
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