ACS, Terabyte

ACS: 27,2 Terabyte nach Hackerangriff

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 03:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ACS kämpft mit Datenklau bei Turner Construction, während der Auftragsbestand auf 106 Milliarden Euro steigt. Die Gewinnprognose bleibt trotzdem optimistisch.

ACS-Aktie: Hackerangriff auf US-Tochter trifft auf Rekordaufträge
Abstraktes, dunkles Serverraum-Szenario mit leuchtenden Kabeln zur Visualisierung einer Cyber-Sicherheitsbedrohung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

ACS erlebt derzeit zwei Extreme. Während die US-Tochter Turner Construction neue Meilensteine erreicht, erschüttert ein massiver Hackerangriff das Unternehmen. Dieser Kontrast zwischen operativem Erfolg und rechtlichen Risiken prägt die aktuelle Stimmung am Markt.

Die Hackergruppe „Payouts King“ behauptet, rund 27,2 Terabyte an sensiblen Daten entwendet zu haben. Der Zugriff auf die internen Systeme geschah bereits im Juli 2026. Betroffen sind Sozialversicherungsnummern und Bankverbindungen von tausenden Mitarbeitern sowie Subunternehmern. Erste US-Kanzleien bereiten wegen des Vorfalls bereits Sammelklagen vor.

Parallel dazu meldet die US-Sparte operative Erfolge. Ein Gemeinschaftsprojekt mit Wohlsen Construction sicherte sich einen Auftrag über 100 Millionen US-Dollar in Pennsylvania. Es geht um den Ausbau des Brandywine Museum of Art. Der konzernweite Auftragsbestand erreichte im Juni mit fast 106 Milliarden Euro ein Rekordniveau.

Die Konzernführung blickt trotz der IT-Krise optimistisch auf das Gesamtjahr. Sie peilt einen ordentlichen Nettogewinn von bis zu 1,15 Milliarden Euro an. Das entspräche einem Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur Unterstützung des Aktienkurses kaufte ACS zuletzt eigene Anteile am offenen Markt zurück.

An der Börse herrscht dennoch Nervosität. Die Aktie notiert bei 104,40 Euro und damit unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 117,70 Euro. Analysten der Deutschen Bank bewerteten den Konzern dennoch positiv und nannten ein Kursziel von 140 Euro. Sie sehen das größte Potenzial vor allem im Geschäft mit Rechenzentren.

Die Neun-Monats-Zahlen im November 2026 werden Klarheit liefern. Dann muss das Management die finanziellen Folgen des Hackerangriffs detailliert beziffern. Davon wird abhängen, ob die ambitionierten Gewinnziele für das laufende Jahr haltbar bleiben.

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