AC Immune Aktie: 10 Millionen CHF von Eli Lilly
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Schweizer Biopharma-Unternehmen AC Immune hat seine finanzielle Basis für die kommenden Jahre verbreitert. Trotz eines Kursrückgangs am gestrigen Donnerstag um 4,3 Prozent auf einen Schlusskurs von 2,33 Euro deuten die jüngsten Geschäftszahlen und Meilensteinzahlungen auf eine stabile operative Reichweite hin.
Das Unternehmen, das sich auf Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen spezialisiert hat, verfügt nach eigenen Angaben über liquide Mittel, die den Betrieb bis in das vierte Quartal 2027 hinein sichern.
Umsatzsprung durch strategische Kooperationen
Die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 belegen eine deutliche Steigerung der Einnahmen. AC Immune wies einen Umsatz von 16,2 Millionen CHF aus, was einen massiven Zuwachs gegenüber den 2,3 Millionen CHF des Vorjahreszeitraums darstellt.
Dieser Anstieg resultiert maßgeblich aus Vereinbarungen mit großen Branchenpartnern. So flossen im Rahmen der Kooperation mit Eli Lilly 11,0 Millionen CHF an das Unternehmen, während Partnerschaften mit Takeda weitere 5,2 Millionen CHF beisteuerten.
Parallel dazu konnte das Unternehmen seinen Nettoverlust signifikant senken. Dieser belief sich im ersten Halbjahr auf 12,9 Millionen CHF, nachdem in der ersten Jahreshälfte 2025 noch ein Minus von 40,2 Millionen CHF verbucht worden war. Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 75,4 Millionen CHF.
Zusätzliche finanzielle Impulse lieferte zuletzt die Erweiterung der Zusammenarbeit mit Eli Lilly im Bereich der Morphomer-Tau-Inhibitoren, die AC Immune eine Vorauszahlung von 10 Millionen CHF sowie ein potenzielles Meilensteinvolumen von über 1,7 Milliarden CHF einbrachte.
Ausbau der klinischen Pipeline bei Parkinson und Alzheimer
Auch im klinischen Bereich meldete das Unternehmen Fortschritte. Durch die Dosierung in einer speziellen Kohorte der ABATE-Studie wurde ein Meilenstein in Höhe von 12 Millionen USD durch den Partner Takeda ausgelöst.
Im Fokus steht hier die Entwicklung von Therapien gegen Alzheimer. Für das zweite Halbjahr 2026 werden zudem wichtige Daten aus der Phase-2-VacSYn-Studie erwartet, die den Impfstoffkandidaten ACI-7104 zur Behandlung von Parkinson im Frühstadium untersucht.
Dieses Programm erhielt vor rund zwei Wochen durch die US-Gesundheitsbehörde FDA den Fast-Track-Status, was die Entwicklung und Prüfung des Wirkstoffs beschleunigen kann.
Unterstützt wird die Forschung an ACI-7104 zudem durch einen Forschungszuschuss der Goradia-Stiftung in Höhe von 4 Millionen USD. Diese Mittel sollen dazu dienen, die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit des Kandidaten über einen Zeitraum von zwei Jahren genauer zu evaluieren.
Technische Einordnung und Management-Status
An der Börse zeigt sich der Wert nach einer volatilen Phase zuletzt stabilisiert. Trotz des gestrigen Rücksetzers notiert das Papier aktuell mit einem Abstand von 9,3 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, der bei 2,13 Euro verläuft. Damit hält sich der Kurs vorerst über einer wichtigen kurzfristigen Trendmarke, während er seit Jahresbeginn noch ein Minus von 17 Prozent aufweist.
Operativ befindet sich das Unternehmen derzeit in einer Übergangsphase in der Führungsebene. Nachdem die langjährige CEO Andrea Pfeifer im Juni von ihrem Amt zurückgetreten war, leitet Martin Zügel das Unternehmen interimistisch als CEO. Die Suche nach einer permanenten Nachfolge für die Unternehmensspitze hält laut offiziellen Mitteilungen derzeit noch an, während die klinische Entwicklung der Hauptprogramme wie geplant fortgesetzt wird.
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