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ABO Energy Aktie: Windpark Märkerwald eingestellt

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 01:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ABO Energy stoppt ein Windparkvorhaben, erhält Zuschläge für drei weitere Projekte und verlängert die Stillhaltevereinbarung bis November 2026.

ABO Energy: Aktie fällt, Märkerwald-Projekt wird eingestellt
Moderne Windkraftanlagen in einer stimmungsvollen, bewölkten Landschaft bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von ABO Energy gerät weiter unter Druck. Am heutigen Donnerstag verliert das Papier 6,5 Prozent und fällt auf einen Kurs von 2,71 Euro. Für diesen Tagesverlust liegt keine unmittelbare unternehmensspezifische Begründung vor.

Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit operativen Einschnitten bei seinen Entwicklungsvorhaben konfrontiert: Medienberichten zufolge hat ABO Energy den Genehmigungsantrag für den geplanten Windpark Märkerwald zurückgezogen und die Entwicklung des Projekts vollständig eingestellt.

Rückschlag bei regionaler Projektentwicklung

Das Vorhaben im Märkerwald war auf eine Leistung von bis zu 54,4 Megawatt ausgelegt. Geplant war dort die Errichtung von acht Windrädern. Mit dem Rückzug des Genehmigungsantrags trennt sich ABO Energy von diesem Vorhaben, bevor eine Genehmigung erteilt werden konnte.

Medienberichten zufolge wird das Projekt nicht weiterverfolgt. Dieser Schritt verdeutlicht die Hürden, denen einzelne Windkraftprojekte im Genehmigungsprozess gegenüberstehen, und verkleinert die kurz- bis mittelfristige Pipeline des Entwicklers in diesem Bereich.

Zuschläge bei der Bundesnetzagentur gesichert

Neben dem Rückzug bei Märkerwald verzeichnete ABO Energy im September auch operative Fortschritte im Heimatmarkt. Bei der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur sicherte sich das Unternehmen Zuschläge für Windenergieprojekte.

Drei Vorhaben erhielten einen Zuschlag und umfassen eine Gesamtkapazität von 102,2 Megawatt. Bis zur Realisierung dieser Anlagen wird allerdings noch einige Zeit vergehen: ABO Energy sieht die Inbetriebnahme der bezuschlagten Windparks in einem Zeitfenster zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 vor.

Restrukturierung und Stillhalteabkommen

Die operative Entwicklung vollzieht sich vor dem Hintergrund einer finanziellen Neuausrichtung. ABO Energy befindet sich in einem laufenden Restrukturierungsprozess. In diesem Rahmen vereinbarte das Unternehmen mit dem in Singapur ansässigen Partner Novva den Verkauf von Entwicklungsprojekten in Argentinien, die ein Gesamtvolumen von 3,17 Gigawatt umfassen.

Zur Absicherung der finanziellen Basis vereinbarte ABO Energy zudem mit seinen Finanzierungspartnern eine Verlängerung der bestehenden Stillhaltevereinbarung bis zum 30. November 2026. Am Kapitalmarkt spiegelt sich die angespannte Lage in einer Marktkapitalisierung von 29,74 Millionen Euro wider.

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