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ABO Energy Aktie: Drei Windprojekte bezuschlagt

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 08:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Drei deutsche Windprojekte mit 102,2 Megawatt erhielten den Zuschlag; Auslandsverkäufe und eine strengere Projektauswahl begleiten den Kurs.

ABO Energy: Windpark-Zuschläge und Verkäufe prägen die Entwicklung
Moderne Windkraftanlagen in einer weiten, sonnendurchfluteten Landschaft als Symbol für erneuerbare Energien. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von ABO Energy legte gestern um 3,0 % zu. Zum Handelsschluss notierte das Papier bei 3,28 Euro. Einen unmittelbar bestätigten Auslöser für den Anstieg gab es am Markt nicht. Allerdings verzeichnete der Projektentwickler zu Wochenbeginn mehrere operative Fortschritte im In- und Ausland.

Am Montag sicherte sich das Unternehmen den Zuschlag für drei deutsche Windenergieprojekte. Die Vorhaben kommen auf eine Gesamtkapazität von 102,2 Megawatt. Sie gingen aus der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur hervor. Die Inbetriebnahme der Windparks ist für den Zeitraum zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 vorgesehen.

Die erfolgreichen Gebote sichern dem Konzern Vergütungssätze für die künftige Stromproduktion. Zugleich stärkt der Auktionserfolg das deutsche Kerngeschäft in einer Phase, in der das Unternehmen seine internationalen Aktivitäten neu ordnet.

Fortschritte bei Auslandsverkäufen

Parallel dazu treibt ABO Energy die Veräußerung ausgewählter Auslandsprojekte voran. Das übertragene Portfolio umfasst bis zu 1,2 Gigawatt an Solar-, Wind- und Batteriespeicherprojekten.

Der Verkauf ist Teil eines größeren Transaktionspakets. Nach Angaben der Kanzlei Dentons, die den Verkauf begleitete, umfasst die Gesamteinigung mit dem griechischen Versorger 29 Zweckgesellschaften. Neben Solarprojekten mit 99 Megawatt zählt ein umfangreiches Entwicklungsportfolio dazu. Der Vollzug der zugehörigen ungarischen Transaktion ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Zusätzlich trennt sich das Unternehmen von Projektaktivitäten in Südamerika. ABO Energy vereinbarte die Veräußerung seines argentinischen Entwicklungsportfolios mit 3,17 Gigawatt an die Novva Group. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt einer bestätigenden Due-Diligence-Prüfung und soll im Anschluss über einen Anteilskaufvertrag besiegelt werden.

Selektive Projektauswahl im Heimatmarkt

Gleichzeitig trennt sich der Entwickler von unrentablen Planungen im Inland. Das Projekt war ursprünglich für acht Anlagen konzipiert. ABO Energy zog die Anträge vollständig zurück, da eine wirtschaftliche Realisierung nicht mehr darstellbar war.

Der Schritt unterstreicht die strengere Auslese bei Eigenentwicklungen. ABO Energy fokussiert seine personellen und finanziellen Mittel auf Projekte mit gesicherter Vergütung und berechenbaren Renditen. Die Verkäufe von Auslandsportfolios sollen diesen Kurs operativ flankieren.

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