Abisko-Nationalpark, Reise

Abisko-Nationalpark: Lapplands Nordlicht-Klassiker neu entdecken

17.05.2026 - 20:45:26 | ad-hoc-news.de

Der Abisko-Nationalpark bei Abisko in Schweden gilt laut Naturforschern als einer der besten Orte der Welt, um Polarlichter zu sehen. Was macht Abisko nationalpark so besonders – und worauf sollten Reisende aus Deutschland achten?

Abisko-Nationalpark, Reise, Schweden
Abisko-Nationalpark, Reise, Schweden

Wenn im Winter über dem Abisko-Nationalpark in Schwedisch-Lappland das Nordlicht zu tanzen beginnt, wird es rund um Abisko fast vollkommen still – nur das leise Knirschen von Schnee und das Knistern der Kälte bleiben. Der Abisko nationalpark („Nationalpark Abisko“) ist einer der legendärsten Orte Europas für Polarlichter, einsame Wanderwege und ursprüngliche skandinavische Wildnis.

Abisko-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Abisko

Der Abisko-Nationalpark liegt im äußersten Norden von Schweden, oberhalb des Polarkreises, und umfasst eine Fläche von rund 77 km². Die offizielle Verwaltung des Parks durch die schwedische Naturschutzbehörde Naturvårdsverket beschreibt Abisko als eine der artenreichsten und landschaftlich vielfältigsten Regionen im skandinavischen Hochgebirge. Die Deutsche Welle und das Magazin GEO stellen besonders heraus, dass hier in kurzer Distanz verschiedene Lebensräume aufeinandertreffen: karges Fjäll, tiefe Täler, der langgestreckte Torneträsk-See und lichte Birkenwälder.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Abisko nationalpark längst zu einem Sehnsuchtsort geworden. Er verbindet eine vergleichsweise gute Erreichbarkeit mit dem Gefühl von echter Wildnis. Während viele andere Orte in Lappland inzwischen stark touristisch erschlossen sind, bleibt Abisko im Alltag deutlich ruhiger als große Skiresorts – aber mit genau der Infrastruktur, die es für sichere Touren in arktischer Umgebung braucht.

Besonders bekannt ist der Park für das sogenannte „Aurora-Klima“. Mehrere wissenschaftliche Institutionen, darunter das Schwedische Institut für Weltraumphysik in Kiruna und das traditionsreiche Aurora-Skystation-Observatorium auf dem Berg Nuolja, verweisen darauf, dass die klare, trockene Luft und ein lokaler „Schönwetterkorridor“ über dem Torneträsk zu überdurchschnittlich vielen wolkenfreien Nächten führen. Dadurch steigen die Chancen, das Nordlicht zu sehen – ein entscheidender Faktor für viele Wintergäste.

Geschichte und Bedeutung von Abisko nationalpark

Der Abisko-Nationalpark gehört zu den ältesten Schutzgebieten Schwedens. Nach Angaben von Naturvårdsverket und der Schwedischen Umweltschutzagentur wurde der Park im Jahr 1909 offiziell gegründet. Damit entstand hier schon früh ein staatlich geschützter Naturraum, zu einer Zeit, als in vielen anderen europäischen Ländern der Begriff „Nationalpark“ noch kaum etabliert war. In Deutschland entstanden die ersten Nationalparks – wie der Nationalpark Bayerischer Wald – erst Jahrzehnte später.

Die Geschichte des Schutzgebiets ist eng mit der Erschließung Nordschwedens verbunden. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Bau der Erzbahn von Luleå nach Narvik, die bis heute direkt am Park vorbeiführt. Zeitgleich wuchs das wissenschaftliche Interesse an der nordskandinavischen Hochlandnatur. Laut Berichten des Schwedischen Tourismusverbandes STF und Beiträgen im Naturmagazin National Geographic Deutschland nutzten Forschende aus ganz Europa Abisko früh als Basislager, um Flora, Fauna, Klima und Polarlichter zu studieren.

Um diese Arbeit dauerhaft zu verankern, wurde bereits 1913 die Abisko-Forschungsstation gegründet, die heute von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften (KVA) betrieben wird. Die Station gehört zu den wichtigsten Einrichtungen für arktische und subarktische Umweltforschung in Skandinavien. Sie untersucht unter anderem, wie sich der Klimawandel auf Permafrostböden, Schneedecken und Pflanzenwelt auswirkt. Mehrere Forschungsberichte, auf die etwa die BBC und wissenschaftliche Magazine verweisen, zeigen, dass sich die Vegetationsgrenze rund um Abisko in den vergangenen Jahrzehnten messbar nach oben verschoben hat.

Für die indigene Bevölkerung der Region, die Sami, ist die Gegend um Abisko seit Jahrhunderten ein wichtiger Teil ihres angestammten Weidelands. Traditionelle Rentierwanderwege führen durch den heutigen Nationalpark. Offizielle Informationen des schwedischen Sami-Parlaments und von lokalen Tourismusorganisationen betonen, dass sich Besucherinnen und Besucher respektvoll gegenüber Rentierherden verhalten sollen: Tiere nicht verfolgen, nicht füttern und großen Abstand halten. Der Park ist damit nicht nur ein Natur- und Forschungsgebiet, sondern auch ein Raum, in dem kulturelle Rechte und traditionelle Lebensformen berücksichtigt werden müssen.

Besondere Bedeutung hat der Abisko nationalpark zudem für den Fernwanderweg Kungsleden („Königsweg“), einen der bekanntesten Weitwanderwege Europas. Nach Angaben des Schwedischen Tourismusverbandes STF beginnt der nördliche Abschnitt des Kungsleden an der STF-Bergstation in Abisko und führt etwa 440 km weiter in Richtung Süden durch die lappländischen Nationalparks. Viele Wandernde aus dem deutschsprachigen Raum starten ihre Tour bewusst in Abisko, weil Infrastruktur und Anbindung hier vergleichsweise komfortabel sind.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick scheint der Abisko-Nationalpark vor allem aus Gestein, Wasser und Himmel zu bestehen. Doch auch architektonisch und gestalterisch hat die Region einige Besonderheiten, die in Reiseberichten von GEO, Merian und der Deutschen Zentrale für Tourismus immer wieder hervorgehoben werden. Am markantesten ist der Eingang zum Nationalpark nahe der STF-Abisko Turiststation: Ein schlichtes, hölzernes Portal mit Informationsschildern, das den Übergang von der Bahnlinie und der E10-Straße in die geschützte Natur markiert.

Das Besucherzentrum von Abisko – das Naturum Abisko, betrieben von Naturvårdsverket – ist ein gutes Beispiel für zurückhaltende nordische Architektur: Viel Holz, große Glasflächen, eine klare Formensprache, die sich in die Landschaft einfügt, ohne sie zu dominieren. Laut Beschreibungen des schwedischen Umweltministeriums soll das Gebäude Besuchende auf anschauliche Weise in Geologie, Tier- und Pflanzenwelt des Parks einführen, ohne selbst zum Hauptdarsteller zu werden. Drinnen gibt es interaktive Ausstellungen, Modelle der umliegenden Berge und Informationen zu Wanderwegen und Sicherheit.

Ein weiterer architektonischer Fixpunkt ist die Bergstation auf dem Nuolja, die als Ausgangspunkt für das Aurora Sky Station bekannt wurde. Die Anlage ist über einen Sessellift erreichbar, der laut Betreiber jedoch wetter- und saisonabhängig in Betrieb ist. Sie wurde so platziert, dass sie einen freien Blick nach Norden über das Tal und den Torneträsk ermöglicht – eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiche Nordlichtbeobachtungen. Medienberichte von BBC Travel und dokumentarische Filme schwedischer Sender zeigen, wie die Station bei klarer Nacht zu einem stillen Observatorium wird, während Gäste warm eingepackt auf der Terrasse stehen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch der Abisko-Canyon, eine bis zu mehrere Dutzend Meter tiefe Schlucht, in die sich der Fluss Abiskojåkka eingegraben hat. Hier gibt es teils angelegte Holzstege und Aussichtspunkte, die es erlauben, die geologischen Formationen sicher zu betrachten. Laut Informationen der schwedischen Tourismusbehörden und verschiedener Naturführer wird der Canyon im Winter von Eisformationen gesäumt, die die Wände in eine skulpturale Landschaft verwandeln – ein Motiv, das auf vielen Fotografien aus Abisko zu sehen ist.

Künstlerisch ist der Abisko nationalpark weniger durch einzelne Kunstwerke, sondern durch sein Licht und seine Jahreszeiten geprägt. Fotografen und Filmemacher aus aller Welt nutzen die Region als Kulisse, um Polarlichter, Mitternachtssonne und arktische Wetterstimmungen zu dokumentieren. Deutsche Reisemagazine wie das ADAC-Reisemagazin und National Geographic Deutschland betonen immer wieder, dass Abisko eine der besten Regionen Europas ist, um diese Phänomene mit relativ kurzer Anreise aus Mitteleuropa zu erleben.

Faunistisch ist der Park vor allem für Vogelbeobachter interessant. Laut offiziellen Artenlisten von Naturvårdsverket und dem schwedischen Ornithologenverband kommen hier unter anderem Alpenschneehühner, Steinadler, verschiedene Eulenarten und arktische Singvögel vor. Die Chancen, große Raubtiere wie Braunbären oder Vielfraße zu sehen, sind dagegen gering – sie sind zwar in der Region heimisch, zeigen sich aber nur selten und halten sich überwiegend außerhalb der am stärksten frequentierten Wanderwege auf.

Abisko-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Abisko-Nationalpark liegt etwa 250 km nördlich des Polarkreises in der Provinz Norrbottens län. Von Deutschland aus führt der schnellste Weg in der Regel mit dem Flugzeug über Stockholm-Arlanda. Mehrere große deutsche Flughäfen – unter anderem Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf – bieten regelmäßige Verbindungen nach Stockholm, häufig mit einer Flugzeit von rund 2 bis 2,5 Stunden. Von Stockholm aus geht es weiter per Inlandsflug nach Kiruna, der nächstgelegenen größeren Stadt. Von Kiruna sind es etwa 100 km bis Abisko, die per Zug oder Bus in rund 1,5 bis 2 Stunden zurückgelegt werden können. Medienberichte und Informationen der Schwedischen Bahn (SJ) bestätigen, dass die Bahnlinie Stockholm–Kiruna–Narvik direkt am Nationalpark vorbeiführt; die Station „Abisko Turiststation“ liegt nur wenige Gehminuten vom Parkeingang entfernt.
  • Anreise mit der Bahn aus Deutschland
    Für Reisende, die flugfrei unterwegs sein möchten, ist die Anreise mit der Bahn möglich, wenn auch zeitaufwendig. Laut Angaben der Deutschen Bahn und der Schwedischen Bahn SJ lässt sich die Route über Hamburg, Kopenhagen und Stockholm bis nach Abisko planen, meist mit mehreren Umstiegen und einer Gesamtfahrzeit von deutlich über 30 Stunden. In manchen Wintersaisons werden zusätzlich Nachtzüge innerhalb Schwedens eingesetzt, die den Weg von Stockholm nach Abisko angenehmer machen. Die genauen Verbindungen ändern sich, weshalb die Fahrplanauskunft von DB und SJ vor der Reise geprüft werden sollte.
  • Anreise mit dem Auto
    Mit dem eigenen Auto oder Mietwagen ist Abisko über die Europastraße E10 erreichbar, die von Kiruna in Richtung Narvik führt. Von Deutschland aus kommen Reisende meist über Dänemark und Südschweden nach Norden. Die Fahrtstrecke ist sehr lang – von Hamburg nach Abisko sind es deutlich über 2.000 km – und führt zum Teil durch Regionen mit Winterreifenpflicht und potenziell extremen Straßenbedingungen. Der ADAC und skandinavische Verkehrsbehörden empfehlen, für Fahrten im Winter auf entsprechende Ausrüstung zu achten und genügend Zeit einzuplanen.
  • Öffnungszeiten
    Der Abisko-Nationalpark als Naturgebiet ist ganzjährig zugänglich. Einzelne Einrichtungen wie das Besucherzentrum Naturum Abisko, die STF-Touristenstation oder der Sessellift zum Nuolja-Berg haben jedoch saisonabhängige Öffnungszeiten. Da sich diese je nach Wetterlage und Saison ändern können, rät die Parkverwaltung ausdrücklich dazu, die aktuellen Zeiten direkt auf den offiziellen Websites des Abisko-Nationalparks, von Naturvårdsverket oder der STF-Abisko Turiststation zu prüfen. Öffnungszeiten können variieren – diese sollten vor der Reise direkt bei Abisko-Nationalpark oder der zuständigen Besucherinformation kontrolliert werden.
  • Eintritt
    Mehrere offizielle Stellen, darunter Naturvårdsverket und der Schwedische Tourismusverband, weisen darauf hin, dass der Eintritt in schwedische Nationalparks in der Regel kostenlos ist. Entsprechend fällt auch für den Besuch des Abisko nationalpark selbst üblicherweise keine Eintrittsgebühr an. Kosten können allerdings für Zusatzangebote wie geführte Touren, den Sessellift zur Aurora Sky Station oder Übernachtungen in Hütten und Hotels entstehen. Die Preise variieren je nach Saison und Anbieter; für eine grobe Orientierung liegen geführte Nordlichttouren nach Angaben verschiedener Veranstalter oft im Bereich von mehreren Dutzend Euro pro Person. Konkrete Preise sollten direkt bei den Anbietern in Euro (€) oder schwedischen Kronen (SEK) geprüft werden, da Wechselkurse schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Die „beste Zeit“ hängt stark von den persönlichen Interessen ab. Für Polarlichter empfehlen die meisten seriösen Quellen – darunter das Aurora Sky Station-Team und skandinavische Tourismusorganisationen – die dunkle Jahreszeit von etwa Ende September bis Ende März. Die Kernzeit für Nordlichter mit stabilem Winterwetter liegt häufig zwischen Dezember und März. Für Wanderungen, lange Tage und milde Temperaturen gilt dagegen die Zeit von Ende Juni bis Anfang September als besonders attraktiv. In dieser Phase ist in Nordschweden Mitternachtssonne zu erleben, während die Wege in höheren Lagen meist schneefrei sind. Im Herbst (September) färbt sich die Vegetation leuchtend gelb und rot („Ruska“), was von Reisemagazinen als einer der schönsten Zeiträume für Fotografie hervorgehoben wird.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Abisko und im schwedischen Tourismus generell sind Englischkenntnisse weit verbreitet. Deutsch wird vereinzelt verstanden, kann aber nicht vorausgesetzt werden. Für Zahlungsfragen gilt: Schweden ist eines der am stärksten digitalisierten Länder Europas. Laut offiziellen Informationen der Schwedischen Zentralbank und Tourismusportale ist bargeldloses Zahlen per Kreditkarte oder Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) nahezu überall Standard, sogar in vielen Hütten und kleineren Läden. Bargeld in schwedischen Kronen (SEK) wird zwar akzeptiert, ist jedoch oft nicht notwendig. Trinkgeld ist in Schweden weniger ausgeprägt als in Deutschland; Servicegebühren sind meist im Preis enthalten. Bei Zufriedenheit wird ein kleines Extra-Trinkgeld von rund 5–10 % oder das Aufrunden des Betrags geschätzt, ist aber nicht obligatorisch.
  • Ausrüstung und Sicherheit
    Der Abisko nationalpark liegt in einem subarktischen Klima. Temperaturen können im Winter lange Zeit deutlich unter 0 °C, mitunter unter –20 °C fallen. Das Auswärtige Amt und skandinavische Rettungsdienste betonen, wie wichtig geeignete Kleidung ist: mehrere isolierende Schichten, wind- und wasserdichte Außenschicht, Mütze, Handschuhe, warmes Schuhwerk mit guter Sohle. Für Wintertouren werden zusätzlich Stirnlampe, Notproviant und ein aufgeladenes Mobiltelefon empfohlen. Der Handyempfang ist in weiten Teilen des Parks vorhanden, kann in Schluchten oder abgelegenen Tälern aber eingeschränkt sein. Wer ohne Guide unterwegs ist, sollte seine Route und geplante Rückkehrzeit am besten einer Vertrauensperson mitteilen.
  • Einreisebestimmungen und Versicherung
    Schweden gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Für deutsche Staatsbürger reicht im Regelfall ein gültiger Personalausweis oder Reisepass zur Einreise. Die Bedingungen können sich ändern, etwa aufgrund politischer oder gesundheitlicher Entwicklungen. Deshalb sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Versorgung in Schweden kann die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) genutzt werden, die in der Regel auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte aufgedruckt ist. Ergänzend wird häufig eine private Auslandsreise-Krankenversicherung empfohlen, die auch Rücktransportkosten abdeckt.
  • Zeitzone
    Schweden liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) und nutzt ebenfalls die Sommerzeit (MESZ). Damit gibt es im Normalfall keinen Zeitunterschied zwischen Abisko und Städten wie Berlin, München oder Zürich – praktisch für die Reiseplanung und den Kontakt nach Hause.

Warum Abisko nationalpark auf jede Abisko-Reise gehört

Der Abisko-Nationalpark vereint gleich mehrere nordische Sehnsuchtsmotive, die in vielen Reiseträumen vorkommen: Nordlichter, Mitternachtssonne, weite Schneeflächen, einsame Wanderpfade und ein klarer Sternenhimmel. Für Reisende aus Deutschland ist er daher nicht nur ein weiterer Nationalpark, sondern häufig der zentrale Grund, überhaupt nach Schwedisch-Lappland zu reisen. Deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung und Der Spiegel greifen Abisko regelmäßig in Reportagen auf, wenn es um Winterreisen in den hohen Norden geht.

Im Winter ist der Park ein idealer Ausgangspunkt, um Nordlichter zu beobachten, Schneeschuhwanderungen zu unternehmen oder auf Langlaufskiern die Umgebung zu erkunden. Viele Anbieter in Abisko kombinieren Touren im Nationalpark mit kurzen Fahrten in umliegende Regionen, um die Chancen auf klare Sicht zu erhöhen. Dank der vergleichsweise stabilen Wetterlage berichten mehrere Reiseveranstalter und Medien, dass Gäste bei mehrtägigen Aufenthalten häufig mindestens an einem Abend Polarlichter erleben – eine Garantie gibt es jedoch naturgemäß nie.

Im Sommer zeigt sich ein völlig anderes Gesicht: Die Tage sind extrem lang, teilweise bleibt es im Juni und Juli rund um die Uhr hell. Wandernde nutzen diese Lichtfülle, um lange Touren ohne Zeitdruck zu unternehmen. Beliebte Ziele sind der See und das Tal von Abiskojaure, Hochplateaus mit Blick über den Torneträsk sowie Abschnitte des Kungsleden. Im Vergleich zu alpinen Regionen in den Alpen sind die Wege technisch meist weniger anspruchsvoll, dafür können Wetterumschwünge sehr rasch erfolgen. Das macht die Region auch für sportliche, aber nicht extrem-erfahrene Bergwandernde interessant.

Ein weiterer Grund, warum der Abisko nationalpark auf viele Schweden-Reiselisten gehört, ist die Kombination aus Wildnis und Zugänglichkeit. Während andere berühmte Polarlicht-Regionen, etwa in Kanada oder Alaska, für deutsche Gäste oft mit sehr langen und teuren Reisewegen verbunden sind, erreicht man Abisko mit nur einem Umstieg in Stockholm. Die Infrastruktur mit Bahnanschluss, Besucherzentrum, Unterkünften in unterschiedlichen Preisklassen und geführten Touren senkt die Hemmschwelle, sich auf eine arktische Region einzulassen.

Inhaltlich können Reisende hier auch den Klimawandel und seine Folgen direkt erleben. Führungen von der Abisko-Forschungsstation oder naturkundlich ausgerichtete Touren machen sichtbar, wie sich Vegetationszonen verschieben, Schneesaisons verändern und Permafrostböden auftauen. Für viele Besucherinnen und Besucher entsteht dadurch ein differenziertes Bild: Die wunderschöne Landschaft wird zum Lernraum über globale Umweltveränderungen. Medien wie die BBC und die NZZ haben Abisko daher bereits als „Freiluftlabor des Klimawandels“ bezeichnet.

Nicht zuletzt spielt die kulturelle Dimension eine Rolle. Viele Anbieter arbeiten mit Sami-Communities zusammen und geben Einblicke in Traditionen, Rentierhaltung, Handwerk und Küche. Auch hier gilt: Angeboten, bei denen Sami nur als touristische Dekoration eingesetzt werden, sollte man mit kritischem Blick begegnen. Seriöse Touren legen Wert auf Begegnung auf Augenhöhe. Zahlreiche Artikel in Qualitätsmedien und Hinweise von Menschenrechtsorganisationen betonen, dass bewusster, respektvoller Tourismus dazu beitragen kann, lokale Kulturen zu stärken statt sie zu verformen.

Abisko-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Abisko nationalpark ist längst zu einem Motiv in den sozialen Medien geworden: Polarlichter über dem Torneträsk, rote Herbstfärbung der Birken, Mitternachtssonne hinter den Bergen – all das sorgt auf Instagram, TikTok und YouTube für hohe Aufmerksamkeit. Zugleich warnen seriöse Medien und die Parkverwaltung davor, sich allein auf Social-Media-Bilder zu verlassen: Viele Aufnahmen sind stark bearbeitet, Wetterbedingungen und Lichtstimmungen werden idealisiert. Wer mit realistischen Erwartungen anreist und die Wildnis respektiert, erlebt den Park meist als intensiver, als es Fotos vermitteln können.

Häufige Fragen zu Abisko-Nationalpark

Wo liegt der Abisko-Nationalpark genau?

Der Abisko-Nationalpark befindet sich im Norden Schwedens, in der Provinz Norrbottens län, etwa 250 km nördlich des Polarkreises. Er grenzt an den Ort Abisko und den Torneträsk-See und liegt direkt an der Bahnlinie Kiruna–Narvik sowie an der Europastraße E10.

Warum gilt Abisko nationalpark als besonders guter Ort für Nordlichter?

Mehrere wissenschaftliche Einrichtungen und Tourismusorganisationen betonen, dass rund um Abisko ein lokales Klima mit vergleichsweise vielen klaren Nächten herrscht. In Kombination mit seiner Lage im sogenannten Aurora-Gürtel führt dies dazu, dass Gäste hier bei mehrtägigen Aufenthalten überdurchschnittlich oft Polarlichter sehen können, sofern die Sonnenaktivität ausreichend ist.

Wie lange sollte man für einen Besuch des Abisko-Nationalparks einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen zwei bis drei Tage, besonders im Winter für Nordlichtbeobachtungen. Wer Wanderungen auf dem Kungsleden, mehrere Tagesausflüge und eventuell einen Besuch der Forschungsstation oder Sami-Angebote einplanen möchte, sollte eher eine Woche oder mehr einkalkulieren.

Ist der Abisko nationalpark für unerfahrene Winterreisende geeignet?

Grundsätzlich ja, sofern grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Dank Besucherzentrum, geführter Touren und der Nähe zum Ort Abisko ist die Infrastruktur vergleichsweise gut. Wer keine Erfahrung mit arktischen Bedingungen hat, sollte jedoch auf organisierte Angebote zurückgreifen, sich angemessen ausrüsten und Touren nicht unterschätzen.

Welche Besonderheiten gibt es für Reisende aus Deutschland zu beachten?

Reisende aus Deutschland profitieren davon, dass Schweden in derselben Zeitzone liegt und per Flug oder Bahn relativ gut erreichbar ist. Wichtig sind geeignete Kleidung für subarktische Temperaturen, die Umstellung auf weitgehend bargeldloses Zahlen und die Beachtung aktueller Hinweise des Auswärtigen Amts. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen, Englisch ist der wichtigste Kommunikationsweg.

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