AbbVie, Aktie

AbbVie Aktie: Skyrizi wächst 24 Prozent auf 5,5 Milliarden

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 14:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AbbVie überzeugt mit starkem Q2-Wachstum durch Skyrizi und Rinvoq. Die 10,9-Milliarden-Dollar-Übernahme von Apogee soll die Immunologie-Sparte weiter ausbauen.

AbbVie übertrifft Erwartungen und stärkt Immunologie-Pipeline durch Apogee-Deal
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Das US-Biopharma-Unternehmen AbbVie hat überzeugende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt und treibt gleichzeitig seine Expansion im Bereich der Immunologie voran. Durch die Übernahme von Apogee Therapeutics für rund 10,9 Milliarden Dollar sichert sich der Konzern Zugang zu vielversprechenden Wirkstoffkandidaten.

Trotz der Belastungen durch den Patentablauf des ehemaligen Blockbusters Humira übertraf AbbVie mit einem Quartalsumsatz von fast 17 Milliarden Dollar und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 3,65 Dollar die Erwartungen des Marktes.

Wachstumsmotor Immunologie kompensiert Humira-Verluste

Die operative Entwicklung von AbbVie wird maßgeblich von den neueren Medikamenten Skyrizi und Rinvoq getragen. Im zweiten Quartal stieg der Gesamtumsatz um 10,2 Prozent auf 16,99 Milliarden Dollar. Besonders Skyrizi erwies sich mit einem Erlös von 5,5 Milliarden Dollar und einer Wachstumsrate von 24 Prozent als zentraler Treiber. Auch Rinvoq legte deutlich zu und steuerte mehr als 2,5 Milliarden Dollar zum Ergebnis bei.

Diese starke Performance ist für das Unternehmen essenziell, um die rückläufigen Einnahmen des langjährigen Umsatzbringers Humira aufzufangen. Dessen Verkäufe brachen im Berichtszeitraum um 36,1 Prozent auf 706 Millionen Dollar ein, da der Wettbewerb durch Biosimilars zunimmt. Dennoch konnte AbbVie die Prognose für das Gesamtjahr leicht anheben und erwartet nun einen Jahresumsatz von rund 67,6 Milliarden Dollar.

Strategische Pipeline-Erweiterung durch Apogee-Zukauf

Parallel zur Bekanntgabe der Geschäftszahlen konkretisierte das Management die Pläne für die Übernahme von Apogee Therapeutics. Für 135,11 Dollar pro Aktie in bar integriert AbbVie das Biotech-Unternehmen in sein Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf dem Wirkstoff Zumilokibart, der zur Behandlung von atopischer Dermatitis und Asthma entwickelt wird. Phase-2-Daten zeigten hierbei eine signifikante Wirksamkeit bei knapp zwei Dritteln der Patienten.

Zur Finanzierung der Akquisition plant AbbVie die Aufnahme von Schulden in Höhe von 8 Milliarden Dollar. Obwohl der Deal das Ergebnis je Aktie im laufenden Jahr voraussichtlich um 0,14 Dollar verwässern wird, betonen Finanzverantwortliche die langfristige strategische Relevanz. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 angestrebt und soll die Marktposition in der Immunologie weiter festigen.

Finanzstabilität und Analysteneinschätzungen

Für Einkommensinvestoren bleibt die Aktie aufgrund ihrer Dividendenhistorie von Interesse. AbbVie kündigte eine Quartalsausschüttung von 1,73 Dollar an und führt damit eine Serie von 53 aufeinanderfolgenden jährlichen Steigerungen fort. In den vergangenen vier Quartalen generierte das Unternehmen einen freien Cashflow von 18,2 Milliarden Dollar, was die finanzielle Basis für den Zukauf und die Ausschüttungen untermauert.

Analysten bewerten die jüngsten Entwicklungen überwiegend positiv. Die Experten von Barclays nannten ein Kursziel von 300 Dollar, während BNP Paribas Exane das Ziel für das Papier auf 247 Dollar anhob. Die Erste Group Bank senkte zwar die Schätzungen für den Gewinn je Aktie im Jahr 2027 geringfügig auf 16,24 Dollar, behielt aber die Einstufung auf „Buy“ bei.

Am heutigen Mittwoch notiert die AbbVie-Aktie bei 216,00 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,37 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier jedoch ein Plus von 9,98 Prozent.

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