AbbVie, Aktie

AbbVie Aktie: BMO bestätigt Kaufempfehlung

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 06:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Skyrizi und Rinvoq legten im zweiten Quartal jeweils um mehr als 24 Prozent zu; AbbVie präsentierte zudem neue Studiendaten.

Isometrische 3D-Illustration des Drug-Discovery-Prozesses von Molekülforschung bis Marktzulassung
AbbVie Inc. US00287Y1091 isometrische 3D Darstellung Drug Discovery Prozess von Molekül Studie bis Marktzulassung Illustration mit AI erstellt.

Vor der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal erhält der US-Pharmakonzern AbbVie Rückenwind von Analystenseite. Evan Seigerman von BMO Capital bestätigte seine Kaufempfehlung für das Papier und bezifferte das Kursziel auf 300 US-Dollar. Die Aktie beendete den gestrigen Handelstag mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent bei 252,00 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch.

Wachstumsträger im Fokus vor dem Berichtstermin

Am 30. Oktober wird AbbVie seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Jahresviertel präsentieren. Im Zentrum des Interesses steht dabei die Entwicklung der beiden immunologischen Hauptpräparate Skyrizi und Rinvoq, die den fortschreitenden Erlösrückgang des früheren Blockbusters Humira auffangen. Für das Gesamtjahr 2026 trauen Marktbeobachter den beiden neuen Medikamenten zusammen bereits Erlöse von mehr als 29 Milliarden US-Dollar zu.

Nachdem Humira zunehmend unter Druck durch Generika geraten ist, stützt die Nachfrage nach den neueren Therapien das Wachstum des Konzerns. Beide Mittel erzielten im zweiten Quartal 2026 Wachstumsraten von jeweils mehr als 24 Prozent im Vorjahresvergleich. Um das Portfolio jenseits der bestehenden Bestseller zu verstärken, schloss das Unternehmen zudem im September die Übernahme von Apogee ab.

Langzeitdaten untermauern Immunologie-Portfolio

Auf der Fachtagung des American College of Gastroenterology in Nashville stellte der Konzern parallel neue klinische Befunde vor. In der Phase-3-Studie AFFIRM zeigte Skyrizi bei Patienten mit Morbus Crohn nach zwölf Wochen signifikant höhere Raten an klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen als Placebo.

In einer Verlängerungsstudie wiesen fast drei Viertel der Betroffenen mit fistulierendem Krankheitsverlauf nach fünf Jahren Behandlungsdauer keine drainierenden Fisteln mehr auf.

Zugleich meldete AbbVie Fortschritte in der Onkologie. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Prüfpräparat Temab-A zwei Breakthrough-Therapy-Designationen für den Einsatz gegen Darmkrebs sowie gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs.

Dividende und Bewertungsspanne

Neben den Pipeline-Meldungen steht für Anleger in dieser Woche ein organisatorischer Fixpunkt im Kalender. Der Verwaltungsrat hatte im September eine Quartalsdividende von 1,73 US-Dollar je Aktie festgelegt, deren Ex-Tag auf den 15. Oktober fällt. Die Auszahlung folgt Mitte November.

Während BMO Capital mit dem Ziel von 300 US-Dollar optimistisch bleibt, reicht die Spanne der vorliegenden Analystenziele von 246 bis 297 US-Dollar. Der anstehende Zwischenbericht am 30. Oktober wird zeigen, ob die Dynamik bei den beiden Nachfolgepräparaten ausreicht, um die Erwartungen für das Schlussquartal zu stützen.

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