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ABB: CEO investiert 1,1 Millionen in eigene Aktie

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 13:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ABB-Chef Morten Wierod investiert 1,1 Millionen Franken, während Aktionäre Rotork zustimmen und der Konzern seine Jahresprognose anhebt.

Orangefarbener Industrieroboter schweißt Fahrzeugkarosserie mit Funkenregen in heller Fabrikhalle
ABB Ltd (CH0012221716) setzt Industrieroboter beim präzisen Lichtbogenschweißen in moderner Fabrik ein Illustration mit AI erstellt.

ABB-Chef Morten Wierod setzt ein deutliches Zeichen für die künftige Ausrichtung des Schweizer Industriekonzerns. Während das Unternehmen die Integration des britischen Spezialisten Rotork vorbereitet, hat der CEO eigene Mittel in signifikantem Umfang investiert. Diese Insider-Transaktionen fallen in eine Phase, in der ABB die Weichen für eine umfassende Portfolioerweiterung im Bereich der Automatisierungstechnik gestellt hat.

CEO investiert Millionenbetrag in eigene Aktie

Laut Unternehmensangaben erwarb Morten Wierod am Mittwoch zusätzliche Anteile im Gesamtwert von 1,1 Millionen Schweizer Franken. Durch diese Zukäufe hält der Vorstandsvorsitzende nun gemeinsam mit seiner Ehefrau rund 2,29 Millionen Aktien des Konzerns. Beim aktuellen Kursniveau entspricht diese Beteiligung einem Marktwert von knapp 80 Millionen Franken.

Solche Transaktionen aus der Führungsebene werden am Markt häufig als Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie gewertet. Parallel zu den Käufen des CEO setzt ABB seine Kapitalrückführungen fort.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, erwarb der Konzern zwischen dem 3. und 9. September im Rahmen seines laufenden Rückkaufprogramms weitere 476.918 Aktien. Das Gesamtvolumen der im aktuellen Programm zurückgekauften Papiere stieg damit auf über 8,2 Millionen Stück.

Aktionäre ebnen Weg für Rotork-Übernahme

Ein zentraler Pfeiler der aktuellen Wachstumsstrategie ist die Akquisition von Rotork plc. Am 3. September stimmten die Aktionäre des britischen Spezialisten für Durchflusssteuerung der Barübernahme durch ABB zu. Die Zustimmung war mit 96,01 Prozent der abgegebenen Stimmen im maßgeblichen Court Meeting deutlich.

ABB bietet 503 Pence je Rotork-Aktie, was einem Unternehmenswert von rund 5,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies entspricht einer Prämie von 60 Prozent gegenüber dem Durchschnittskurs der drei Monate vor Bekanntgabe des Angebots im Juli.

Rotork ist auf betriebskritische Lösungen zur Steuerung und Messung von Flüssigkeiten und Gasen spezialisiert. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa einer Milliarde US-Dollar bei einer operativen Gewinnmarge von 24,6 Prozent.

Nach Einschätzung des Managements wird die Integration das Automatisierungsportfolio von ABB ergänzen und unmittelbar zur Steigerung der operativen EBITA-Marge beitragen. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen, sofern die behördlichen Genehmigungen fristgerecht erfolgen.

Erhöhte Prognose und operative Fortschritte

Die finanzielle Basis für die Expansion bilden solide Quartalsergebnisse und ein optimistischer Ausblick. Bereits im Juli hob ABB die Jahresguidance an und erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich. Die operative EBITA-Marge verbesserte sich im zweiten Quartal um 0,9 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent und erreichte damit das obere Ende der Zielspanne.

Zusätzliche Liquidität für die strategische Neuausrichtung erwartet der Konzern aus dem Verkauf der Robotics-Sparte an SoftBank, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen Netto-Cashzufluss von rund 4,8 Milliarden US-Dollar generieren soll.

Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 83,08 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel damit um 30 Prozent an Wert gewonnen und notiert aktuell etwa 4,7 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage.

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