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ABB Aktie: SoftBank bestätigt konstruktive Gespräche

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Verkauf im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar bleibt von einer genehmigungsfähigen Lösung für das China-Geschäft abhängig.
ABB, Aktie, SoftBank, Gespräche, Verkauf, Wert, Milliarden, US-Dollar, Lösung, China-Geschäft Illustration mit AI erstellt.

Für ABB hängt die Perspektive des vereinbarten Robotikverkaufs daran, ob sich mit SoftBank eine genehmigungsfähige Transaktionsstruktur finden lässt. SoftBank bestätigte heute konstruktive Gespräche mit ABB. Zugleich bleiben Abschlusszeitpunkt und Ausgestaltung des Geschäfts unbestimmt. Für Anleger spricht der fortgesetzte Austausch für eine mögliche Lösung, sofern beide Seiten die regulatorischen Hindernisse überwinden können.

Gespräche erhalten die Verkaufsoption

Der im Oktober 2025 vereinbarte Verkauf wurde mit 5,4 Mrd. US-Dollar bewertet. SoftBank will weitere Schritte und Veröffentlichungen nach Beratungen mit ABB bekannt geben. Ein öffentlich bestätigter Plan für eine veränderte Struktur liegt bislang nicht vor.

Damit richtet sich der Blick auf den Umfang eines möglichen Abschlusses. Das chinesische Verbot betrifft den Erwerb des Robotikgeschäfts in China. Wie mit den Geschäftsteilen außerhalb des Landes verfahren werden soll, ist offen. Eine Umstrukturierung kommt als Möglichkeit infrage; ihre konkrete Ausgestaltung und regulatorische Tragfähigkeit sind ungeklärt.

Für ABB wäre eine Fortsetzung des Verkaufs positiv, sofern eine überarbeitete Vereinbarung tatsächlich die erforderlichen Genehmigungen erhält. Solange dieser Weg offenbleibt, belasten die unbestimmten Konditionen die Planbarkeit der Transaktion.

China bestimmt die wirtschaftliche Tragweite

Die Robotiksparte erzielte 2024 einen Umsatz von rund 2,3 Mrd. US-Dollar. Das entsprach etwa 7 % des ABB-Konzernumsatzes.

Ihr Gewicht innerhalb des Konzerns ist damit begrenzt. Für den Verkauf selbst besitzt China jedoch besondere Bedeutung: Das Land ist der größte Markt der Robotiksparte. Eine Lösung für die chinesischen Aktivitäten entscheidet deshalb wesentlich darüber, welchen Umfang die Transaktion haben kann.

Mehr als 90 % der für chinesische Kunden bestimmten Roboter werden lokal gefertigt. Diese Produktionsverankerung macht deutlich, wie eng Absatzmarkt und industrielle Präsenz miteinander verbunden sind. Eine mögliche Neuordnung müsste daher mehr berücksichtigen als den Wechsel des Eigentümers.

Sicherheitsbedenken setzen den Rahmen

Die Financial Times berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen über mögliche Sorgen hinsichtlich des Transfers von Technologie und Robotikdaten ins Ausland. Auch deren Nutzung zum Training künstlicher Intelligenz könnte eine Rolle spielen. Eine offizielle Begründung der chinesischen Entscheidung wurde nicht genannt.

Die bereits erteilte chinesische Kartellfreigabe stand neben einer gesonderten Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen. Für eine tragfähige Lösung kommt es deshalb darauf an, ob ABB und SoftBank die sicherheitsbezogenen Vorbehalte adressieren können.

Die entscheidenden nächsten Informationen betreffen somit den Transaktionsumfang, die Behandlung des China-Geschäfts und einen belastbaren Abschlusszeitplan. Erst eine entsprechende Vereinbarung mit Aussicht auf die erforderlichen Freigaben würde ABB eine verlässlichere Grundlage für den geplanten Verkauf geben.

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