ABB, Aktie

ABB Aktie: Quartalsbericht erscheint morgen

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 21:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Analysten erwarten für das dritte Quartal mehr Aufträge; ABBs Bericht wird auch an den Jahreszielen und der Profitabilität gemessen.
ABB Ltd (CH0012221716) im SMI: großer Börsentafel mit Industriekurs und Charts vor Zürcher Trading-Floor Illustration mit AI erstellt.

ABB muss morgen zeigen, ob das erwartete kräftige Auftragswachstum auch mit höherer Profitabilität einhergeht. Im Mittelpunkt der Zahlen zum dritten Quartal 2026 steht das Geschäft mit Electrification. Analysten rechnen dort mit einem besonders starken Zuwachs. Zugleich soll der Bericht zeigen, wie gut ABB auf Kurs für die eigenen Jahresziele liegt.

Auftragseingang als wichtiger Prüfstein

Der Infront-Konsens erwartet einen Auftragseingang von 11.353 Mio. USD. Beim Umsatz rechnen die Analysten mit 9.754 Mio. USD und beim operativen EBITA mit 2.005 Mio. USD. Sämtliche Angaben sind Schätzungen für das bevorstehende Quartalsergebnis, keine bereits gemeldeten Geschäftszahlen.

Besonders wichtig wird damit die Zusammensetzung des Wachstums. Ein starker Auftragseingang allein beantwortet noch nicht die Frage nach der Ertragskraft. Anleger dürften deshalb neben der Nachfrageentwicklung vor allem darauf achten, ob sich die erwartete Stärke auch in der operativen Marge niederschlägt.

Nach dem AWP-Konsens soll die operative EBITA-Marge 20,5% erreichen. Für Electrification erwarten Analysten mindestens 50% mehr Aufträge als im Vorjahresquartal. Auch Motion und Automation sollen beim Auftragseingang zweistellig wachsen.

Damit beschränkt sich die Erwartung einer stärkeren Nachfrage nicht auf Electrification. Dieser Bereich soll allerdings wesentlich zum Auftragswachstum beitragen. Für die Einordnung des Berichts wird deshalb entscheidend sein, ob ABB die hohen Erwartungen dort erfüllt und gleichzeitig in den anderen Bereichen zulegt.

Jahresausblick setzt den Maßstab

ABB erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von über 10%. Die operative EBITA-Marge soll höher ausfallen als die 19% des Vorjahres. Der Quartalsbericht liefert somit auch einen Prüfstein für die unternehmenseigene Prognose.

Dabei sind die Ebenen zu trennen: Die Quartalsschätzungen beschreiben die Erwartungen der Analysten. Der Jahresausblick stammt dagegen von ABB selbst. Für Anleger zählt deshalb nicht nur eine mögliche Abweichung vom Konsens, sondern ebenso die Aussage des Unternehmens zum weiteren Geschäftsverlauf.

Rotork ergänzt den Blick nach vorn

Neben dem laufenden Geschäft bleibt die geplante Rotork-Übernahme relevant. Der Kaufpreis beträgt 5,5 Mrd. USD. Der Abschluss soll im ersten Halbjahr 2027 erfolgen.

Für den morgigen Bericht steht dennoch zunächst die operative Entwicklung im Vordergrund. Die zentrale Messlatte ist klar: ABB soll kräftig mehr Aufträge gewinnen und zugleich profitabler arbeiten. Ob beides zusammenkommt, ist für die Bewertung des Quartals aussagekräftiger als eine isolierte Umsatz- oder Ergebniszahl.

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