Aave, Kraken-Mutter

Aave: Kraken-Mutter steigt ein

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 17:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Paywards Fonds erwarb AAVE über den Sekundärmarkt; Kaufvolumen und mögliche weitere Investitionen bleiben offen.
Ein Smartphone mit einer abstrakten Visualisierung eines dezentralen Finanznetzwerks auf einem Konferenztisch. Illustration mit AI erstellt.

Ein Fonds aus dem Umfeld der Kraken-Muttergesellschaft Payward hat sich AAVE-Token gesichert. Die Käufe liefen über den Sekundärmarkt, den Umfang hält Payward unter Verschluss. Für das DeFi-Protokoll ist das ein Signal, dass institutionelles Interesse an der Token-Ökonomie wächst.

Was Payward gekauft hat

Der Erwerb lief über den Fonds Digital Asset Special Investments I, LP, an dem auch Kunden beteiligt sind. Finanzielle Details nannte Payward nicht. Weitere Zukäufe schließt das Unternehmen ausdrücklich nicht aus.

Für Payward Asset Management ist die Transaktion nach eigener Darstellung ein Meilenstein. Die Sparte soll Anleger mit digitalen Assets, strukturierten Erträgen und tokenisierten Finanzinstrumenten verbinden. Gurpreet Oberoi, Vizepräsident der Einheit, sprach von langfristiger Überzeugung für Onchain-Kreditmärkte und DeFi. Zudem wachse die Nachfrage der Kunden nach Zugang zu dieser Infrastruktur.

Aave-Gründer Stani Kulechov sieht in dem Schritt einen Baustein, um das Protokoll der nächsten Welle von Privat- und institutionellen Nutzern näherzubringen.

Der Hintergrund: Gerüchte aus dem Juni

Die Meldung hat eine Vorgeschichte. Im Juni kursierte ein Bericht, Payward verhandle über den Kauf eines 15-Prozent-Anteils zu einer Bewertung von 385 Millionen Dollar. Das hätte einen Abschlag von rund 70 Prozent auf den tatsächlichen Wert bedeutet. Kulechov wies das damals zurück. Er räumte allerdings ein, dass Investoren über Käufe aus der AAVE-Zuteilung von Aave Labs gesprochen hatten.

Nun kommt der Einstieg, aber auf anderem Weg: über den offenen Markt statt über ein Paket direkt von Aave Labs.

Warum der Token im Mittelpunkt steht

AAVE-Inhaber haben Stimmrechte über das Protokoll und dessen Treasury. Mit dem im April beschlossenen Rahmenwerk „Aave Will Win“ fließen Erlöse aus Aave-eigenen Produkten in die DAO-Kasse, zusätzlich zu den Netzwerkgebühren. Das knüpft den Token-Wert enger an das Wachstum des Ökosystems.

Die Basis ist beachtlich: Das Netzwerk beziffert seine Nettoeinlagen auf 33 Milliarden Dollar, aktive Kredite auf 11 Milliarden Dollar. Aave versteht sich als größter Onchain-Kreditmarkt.

Offen ist, wie viel Payward tatsächlich zukauft. Die Ankündigung nennt weder Volumen noch Zeitplan, sondern lediglich die Option auf weitere Käufe.

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