Milk, Aktie

A2 Milk Aktie: Gewinn bricht um 44 Prozent ein

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 02:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

A2 Milk verzeichnet einen deutlichen Gewinnrückgang im Geschäftsjahr 2026, verursacht durch Produktionsengpässe in China. Die Aktie fällt zweistellig.

A2 Milk: Gewinneinbruch und Kursrutsch nach Lieferproblemen in China
Abstraktes, stimmungsvolles Bild eines Finanzbüros mit dunklen Blautönen, das einen Marktrückgang symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lieferengpässe in China haben A2 Milk das schwierigste Jahresergebnis seit Langem beschert. Der Gewinn brach zum Ende des Geschäftsjahres regelrecht ein — und die Aktie reagierte am Montag mit einem Kurssturz von gut zehn Prozent auf 7,39 neuseeländische Dollar.

Der Nettogewinn fiel für das am 30. Juni 2026 beendete Geschäftsjahr auf 113,6 Millionen neuseeländische Dollar, nach 202,9 Millionen im Vorjahr. Damit verfehlte A2 Milk auch die Analystenschätzung von rund 121 Millionen deutlich. Auf bereinigter Basis sieht das Bild freundlicher aus: Hier stieg der Gewinn um 7 Prozent auf 235,8 Millionen neuseeländische Dollar.

Lieferengpässe kosteten Marktanteile in China

Die Ursache liegt im wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens. Der Umsatz mit China-Label-Säuglingsmilchpulver sank um 14 Prozent auf 544,3 Millionen neuseeländische Dollar. Grund waren Produktionsengpässe, die aus einer außergewöhnlich starken Nachfrage im dritten Quartal, einem Produktionsrückstand und gestiegenen Frachtkosten resultierten.

Das Unternehmen räumte selbst ein, dass die Verfügbarkeit der Produkte im vierten Quartal spürbar litt. Viele Kunden, deren Vorratsbestände zur Neige gingen, wechselten daraufhin im Juni zu Konkurrenzmarken. A2 Milk erklärte, die Lagerbestände hätten sich inzwischen erholt, man arbeite nun daran, verlorene Kunden zurückzugewinnen und neue hinzuzugewinnen.

Für den restlichen Konzern zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Umsatz im Segment China & übriges Asien legte um 11,2 Prozent auf 1,45 Milliarden neuseeländische Dollar zu, getragen von höheren Verkäufen des englischsprachig gelabelten Säuglingsmilchpulvers.

Der Rückschlag wirkt besonders bitter angesichts der Euphorie, die den Halbjahresbericht im Februar begleitet hatte. Damals war der Umsatz um 18,8 Prozent gesprungen, und das Management hatte die Jahresprognose angehoben — mit Kurs auf das Zwei-Milliarden-Dollar-Umsatzziel ein Jahr früher als geplant. Die Schlussdividende fällt entsprechend niedriger aus: 9,5 neuseeländische Cent je Aktie, nach 11,5 Cent im Vorjahr.

Das strukturelle Problem bleibt bestehen: A2 Milk hängt stark am chinesischen Säuglingsnahrungsmarkt, einem Segment mit anhaltendem demografischen Gegenwind durch sinkende Geburtenraten. Ob die angekündigten Maßnahmen zur Kundenrückgewinnung greifen, dürfte sich frühestens im nächsten Halbjahresbericht zeigen.

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