Aktie, Gewinnprognose

3M Aktie: Gewinnprognose für 2026 angehoben

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 16:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

3M zahlte im zweiten Quartal 1,4 Milliarden US-Dollar aus und erhöhte die Gewinnprognose. Analysten bewerten die Perspektiven unterschiedlich.

Industriehalle mit Klebeband- und Schleifpapierrollen, Fotorealismus zu 3M Company
Fotorealistische Fabrikhalle mit Klebeband- und Schleifpapierrollen zeigt 3M Company, ISIN US88579Y1010, Industriefertigung Illustration mit AI erstellt.

Der US-Industriekonzern 3M forciert sein Programm zur Steigerung des Aktionärswerts. Im zweiten Quartal 2026 flossen insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar an die Anteilseigner zurück. Gleichzeitig schraubte das Management die Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr nach oben. Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 144,30 Euro.

Angehobene Jahresziele und hohe Ausschüttungen

Den Löwenanteil der Quartalsausschüttung machten Aktienrückkäufe im Umfang von einer Milliarde US-Dollar aus. Für Dividenden wandte das Unternehmen 400 Millionen US-Dollar auf. Die Quartalsdividende wurde auf 0,78 US-Dollar je Anteilsschein angehoben, nachdem sie zuvor bei 0,73 US-Dollar gelegen hatte. Die Ausschüttungsquote lag damit bei knapp 43 Prozent.

Die Basis für die Ausschüttungen bildet eine solide Cash-Generierung im operativen Geschäft. In der ersten Jahreshälfte 2026 erwirtschaftete 3M einen freien Cashflow von 1,9 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr peilt das Management einen freien Mittelzufluss von 4,7 bis 4,9 Milliarden US-Dollar an.

Parallel dazu verbesserte der Vorstand den Ausblick für die operative Ertragskraft. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll 2026 zwischen 8,80 und 8,95 US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Zuwachs von 9 bis 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Seit Anfang 2025 summieren sich die Rückflüsse an die Aktionäre bereits auf 8,6 Milliarden US-Dollar. Bis 2027 visiert 3M ein Gesamtvolumen von mehr als zehn Milliarden US-Dollar an.

Gespaltene Analystenlager trotz Margenplus

An der Wall Street stößt die Zwischenbilanz auf ein geteiltes Echo, wenngleich mehrere Analysehäuser ihre fairen Bewertungen leicht nach oben anpassten. Goldman Sachs hob hervor, dass das operative Segmentergebnis im zweiten Quartal drei Prozent über den Konsensschätzungen lag. Das organische Umsatzwachstum bezifferten die Analysten auf 5,4 Prozent und setzten ein Kursziel von 202 US-Dollar fest.

Andere Häuser bleiben zurückhaltender, da die historische Ertragsdynamik über einen Fünfjahreszeitraum von rückläufigen Umsätzen geprägt war. Die Spanne der aktuellen Kursziele am Markt reicht von vorsichtigen 132 US-Dollar bei RBC bis hin zu optimistischen 218 US-Dollar bei der UBS.

Während optimistische Stimmen auf die Margenerholung verweisen, gewichten skeptischere Beobachter die langfristigen Wachstumsraten und makroökonomischen Risiken stärker.

Mit dem Kursplus seit Jahresbeginn von 5,4 Prozent zeigt sich das Papier im laufenden Jahr moderat erholt, notiert jedoch weiterhin rund 11 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Für die weitere Entwicklung dürfte entscheidend sein, ob die eingeleiteten Sparmaßnahmen und die organischen Zuwächse die angehobene Gewinnspanne bis zum Jahresende absichern können.

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