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1st Source Aktie: Margenstärke trägt Rekordgewinn

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 02:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal stiegen Gewinn und Zinsmarge; zugleich verbesserte 1st Source die Kreditqualität und erhöhte die Dividende.
Abstrakte Darstellung moderner Finanzarchitektur mit Fokus auf Stabilität und professionellem Wachstum in Blau- und Goldtönen. Illustration mit AI erstellt.

Die Bank aus South Bend liefert, was Anleger sich von einem Regionalinstitut wünschen: höhere Zinsmarge, solide Kreditqualität, steigende Dividende. Im dritten Quartal stieg der Gewinn je Aktie auf 2,03 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 1,83 Dollar gerechnet.

Gewinn auf Rekordniveau

Der Nettogewinn erreichte 49,54 Millionen Dollar, ein Plus von gut 17 Prozent zum Vorjahresquartal. Der Umsatz lag mit 118,84 Millionen Dollar leicht über den Erwartungen von 118,11 Millionen Dollar. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 87,18 Dollar und legte nachbörslich weiter zu.

Bemerkenswert: Die Zahlen enthalten Belastungen. Die Bank verkaufte Wertpapiere für rund 68 Millionen Dollar und verbuchte dabei einen Vorsteuerverlust von 3,82 Millionen Dollar. Hinzu kam eine Spende von einer Million Dollar an die hauseigene Stiftung.

Der Verkauf hat einen klaren Zweck. Die abgestoßenen Papiere rentierten mit durchschnittlich 1,83 Prozent, die Ersatzanlagen bringen 5,10 Prozent. Das dürfte die Zinserträge der kommenden Quartale stützen.

Marge und Kreditqualität

Der Zinsüberschuss stieg auf 95,74 Millionen Dollar. Die Nettozinsmarge kletterte auf 4,28 Prozent, 19 Basispunkte mehr als vor einem Jahr. Treiber waren höhere Kreditvolumina, bessere Renditen bei Wertpapieren und stabile Einlagenkosten.

Die durchschnittlichen Kredite wuchsen um 3,4 Prozent zum Vorjahr, vor allem bei Baumaschinen, erneuerbaren Energien, Lastwagen und Flugzeugen. Die Einlagen blieben dagegen nahezu unverändert. Saisonale Abflüsse öffentlicher Gelder bremsten sie.

Die Risikovorsorge sank auf 0,9 Millionen Dollar nach 1,54 Millionen im Vorquartal. Der Anteil notleidender Aktiva fiel von 1,01 auf 0,81 Prozent der Kredite. Die harte Kernkapitalquote stieg auf 15,95 Prozent. Aktienrückkäufe gab es im Quartal keine.

Dividende und Ausblick

Der Verwaltungsrat beschloss eine Quartalsdividende von 0,45 Dollar je Aktie, fünf Cent mehr als vor einem Jahr. Stichtag ist der 3. November, die Auszahlung folgt am 13. November 2026.

Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf 14,80 Prozent. Auch operativ treibt die Bank Neues voran: Eine Zahlungsplattform für Firmenkunden bündelt ACH, FedNow und Echtzeitüberweisungen. Auf Jahressicht liegt die Aktie rund 43 Prozent im Plus, in den vergangenen drei Monaten dagegen nur etwa 1,6 Prozent. Der Bewertungsaufschlag steht nun auf dem Prüfstand der starken Zahlen.

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