Zyperns, Immobilienmarkt

Zyperns Immobilienmarkt startet dynamisch ins Jahr 2026

27.02.2026 - 05:09:54 | boerse-global.de

Zyperns Immobilienmarkt startet robust ins Jahr. Während in Paphos ein lang geplantes Marina-Projekt vor dem Baubeginn steht, plant Larnaca nach einem gescheiterten Deal neu. Gleichzeitig wächst die Sorge um bezahlbaren Wohnraum.

Zyperns Immobilienmarkt startet dynamisch ins Jahr 2026 - Foto: über boerse-global.de
Zyperns Immobilienmarkt startet dynamisch ins Jahr 2026 - Foto: über boerse-global.de

Der zypriotische Immobilienmarkt verzeichnet einen robusten Jahresstart. Zwei lang erwartete Großprojekte an den Küsten rücken dabei in den Fokus: In Paphos geht das Marina-Projekt nach Jahrzehnten der Planung in die heiße Phase, während Larnaca nach einem gescheiterten Milliardendeal neu plant.

Paphos Marina: Endlich Bewegung nach 30 Jahren

Vier Bieter liefern sich ein Rennen um den prestigeträchtigen Yachthafen. Die Konsortien MAN Enterprise CYPRUS Limited, Cusano Mare Ltd, Orestes Fintiklis und Celicandia Ltd haben ihre Angebote für das Projekt in Potima bei Kissonerga eingereicht. Nach Jahren des Stillstands ist das ein entscheidender Schritt.

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Das Vorhaben soll Paphos zur Top-Destination für den See- und Jachttourismus im Mittelmeer machen. Auf 165.000 Quadratmetern staatlichem Land ist Platz für bis zu 1.000 Boote. Geplant sind neben den Liegeplätzen auch Wohnungen, Geschäfte und ein Hotel. Die Bieter konnten zwischen zwei Varianten wählen – mit oder ohne Terminal für Kreuzfahrtschiffe.

Die Verhandlungen mit den favorisierten Bietern könnten bereits im Mai beginnen. Damit rückt ein Baubeginn noch Ende 2026 in greifbare Nähe. Das Projekt wird nach dem DBFOT-Modell vergeben: Der Investor plant, baut, finanziert und betreibt die Marina für 55 Jahre, bevor sie an den Staat fällt.

Larnacas Hafen: Neustart nach gescheitertem Megadeal

Ganz anders die Lage in Larnaca. Hier muss die Regierung nach der spektakulären Kündigung des 1,2-Milliarden-Euro-Vertrags mit Kition Ocean Holdings im Mai 2024 komplett neu anfangen. Eine Expertenstudie präsentiert nun verschiedene Optionen für die Zukunft des Hafens und der Marina.

Eine zentrale Idee: die Trennung der beiden Entwicklungen. So ließen sich Hafen und Marina flexibler und mit geringerem Risiko umsetzen. Für den Hafen stehen drei Szenarien zur Diskussion – von einer Modernisierung der bestehenden Anlagen bis zum kompletten Ausbau für größere Schiffe.

Die Marina könnte von aktuell 340 auf bis zu 700 Liegeplätze wachsen. Lokale Vertreter drängen auf eine schnelle Entscheidung. Sie fordern eine umfassende Entwicklung mit Hotels, Apartments und Kreuzfahrt-Infrastruktur, um Jobs zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Markt boomt – aber bezahlbarer Wohnraum wird knapp

Abseits der Großprojekte zeigt der Gesamtmarkt Stärke. Die Verkaufszahlen stiegen im Januar landesweit um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Spitzenreiter war Paphos mit einem Plus von 25 Prozent. Der Aufschwung setzt sich fort, nachdem der Wert neu gebauter Wohnimmobilien 2025 bereits die 2,5-Milliarden-Euro-Marke überschritt.

Getrieben wird die Nachfrage zunehmend durch den Zuzug internationaler Firmen und ihrer Mitarbeiter – der sogenannte "Headquarters Effect". Die Folge: In Städten wie Limassol, Nikosia und Larnaca wächst die Nachfrage nach hochwertigem, urbanem Wohnraum mit Annehmlichkeiten wie Fitnessstudios und Co-Working-Spaces.

Limassol bleibt der Hotspot für spektakuläre Hochhausprojekte. Komplexe wie "Trilogy" sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Doch der Boom hat eine Schattenseite: Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper.

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Staat reagiert mit Sozialwohnungs-Programm

Die Regierung geht das Problem jetzt an. Die Cyprus Land Development Corporation (CLDC) startet 2026 zwei neue Projekte für erschwingliche Mietwohnungen. Mit staatlichen Zuschüssen von 28 Millionen Euro entstehen 138 Wohnungen in Limassol und 54 in Nikosia.

Bis Ende des Jahres plant die CLDC, insgesamt 247 neue Wohneinheiten im Rahmen von Sozialprogrammen fertigzustellen. Eine dringend notwendige Maßnahme, um den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu lindern.

Experten blicken mit verhaltenem Optimismus auf das Restjahr. Sie beschreiben den Markt als stabil und nachhaltig. Die Nachfrage speist sich weniger aus kurzfristiger Spekulation, sondern aus soliden Fundamenten. Ausländische Käufer achten verstärkt auf Qualität, Lage und Energieeffizienz.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Zypern die Balance schafft: zwischen prestigeträchtigen Luxusprojekten an der Küste und der dringend benötigten Versorgung der eigenen Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum.

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