Zypern schränkt Immobilienkauf für Ausländer stark ein
27.02.2026 - 07:31:23 | boerse-global.deDer zypriotische Immobilienmarkt steht vor einem radikalen Umbruch. Eine neue Gesetzesinitiative will den Erwerb von Immobilien durch Nicht-EU-Bürger massiv regulieren. Das Gesetz befindet sich in der finalen Vorbereitung und könnte bis Mai in Kraft treten. Parallel läuft bereits eine umfassende Steuerreform, die Kauf und Verkauf grundlegend verändert.
Ausländische Käufer vor neuen Hürden
Der geplante Gesetzesentwurf stellt für Drittstaatsangehörige und von ausländischen Interessen kontrollierte Firmen hohe Hürden auf. Sie sollen künftig keine Immobilien mehr in der Nähe von Militärbasen, Flughäfen oder Häfen erwerben dürfen. Auch der Kauf landwirtschaftlicher Flächen wird verboten.
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Zudem plant die Regierung eine maximale Grundstücksgröße für ausländische Käufer und eine Mindesthaltedauer von fünf Jahren. Damit will sie spekulative Käufe eindämmen. Bereits notariell beurkundete Verträge bleiben von den neuen Regeln verschont.
Steuerreform entlastet Käufer und Verkäufer
Unabhängig von den Beschränkungen gilt seit Januar bereits eine tiefgreifende Steuerreform. Der größte Vorteil für Käufer: Die Stempelsteuer auf Kaufverträge wurde komplett abgeschafft. Das senkt die Transaktionskosten spürbar.
Verkäufer profitieren von deutlich höheren Freibeträgen bei der Kapitalertragsteuer. Für den Verkauf der eigenen, mindestens fünf Jahre bewohnten Wohnung gilt nun ein Freibetrag von 150.000 Euro – statt bisher 85.430 Euro. Gleichzeitig verschärfte die Regierung die Regeln für „immobilienschwere“ Unternehmen, um Steuerschlupflöcher zu schließen.
Neue Regeln für Mietzahlungen und Mehrwertsteuer
Auch der Mietmarkt wird transparenter: Ab Juli müssen Mietzahlungen über 500 Euro monatlich verpflichtend per Banküberweisung oder andere nachverfolgbare Methoden geleistet werden. Barzahlungen sind dann nicht mehr erlaubt.
Für Käufer von Neubauten endet im Juni eine wichtige Übergangsfrist. Der reduziert Mehrwertsteuersatz von 5 Prozent gilt dann nur noch für die ersten 130 Quadratmeter einer Immobilie, wenn ihr Gesamtwert 350.000 Euro nicht übersteigt. Wer noch von den alten, großzügigeren Bedingungen profitieren will, muss seine Erklärung bis Mitte Juni einreichen.
Ein Markt sucht die Balance
Was bedeutet dieser regulatorische Großangriff? Die Regierung versucht, einen Spagat zu schaffen. Einerseits soll der Markt durch Steuererleichterungen für Einheimische und EU-Bürger attraktiver und liquider werden. Andererseits will man mit den Beschränkungen für Ausländer eine weitere Überhitzung der Preise verhindern.
Hintergrund sind die stark gestiegenen Immobilienpreise der letzten Jahre, die den Zugang zu Wohnraum für viele Zyprioten erschwert haben. Die neuen Regeln zielen darauf ab, spekulative Auslandsinvestitionen zu bremsen und langfristige, stabile Verhältnisse zu schaffen. Ob diese Balance gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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