Zscaler Aktie: Cashflow-Marge auf 22,8 Prozent gesenkt
04.06.2026 - 02:15:02 | boerse-global.deEs war ein harter Tag für Zscaler. Am Mittwoch verlor die Cloud-Security-Aktie 6,8 Prozent und fiel auf ein Tagestief von 133,53 Dollar. Das Handelsvolumen lag 114 Prozent über dem Durchschnitt. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus nun 38,45 Prozent – der aktuelle Kurs liegt mit 115,84 Euro rund 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Der Auslöser: eine gesenkte Prognose für die Free-Cashflow-Marge.
Operative Kennzahlen unter Druck
Bislang hatte das Management eine Marge von 26,5 bis 27 Prozent in Aussicht gestellt. Jetzt rechnet Zscaler nur noch mit 22,8 bis 23,3 Prozent. Dazu kommen erhöhte Investitionsausgaben, die Anleger verunsichern. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute: Im dritten Geschäftsquartal übertraf Zscaler die Erwartungen. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,08 Dollar um sieben Cent über der Analystenschätzung. Der Umsatz stieg auf 850,5 Millionen Dollar – ein Plus von 25,4 Prozent zum Vorjahr.
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Doch der Markt blickt nach vorn. Und dort sieht es aus Sicht vieler Investoren weniger attraktiv aus.
Führungswechsel bremsen den Ausblick
Auf der Bank-of-America-Technologiekonferenz Anfang Juni gab CEO Jagtar Chaudhry Einblicke. Die vorsichtigen Prognosen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2027 haben demnach einen konkreten Grund: Zwei Führungskräfte aus dem Vertrieb haben das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig läuft die Integration des Sicherheitsspezialisten Red Canary.
Die nächsten Produktneuheiten will Zscaler auf einer hauseigenen Konferenz Mitte Juni vorstellen. Das könnte neuen Schwung bringen.
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Insider verkaufen, Analysten bleiben vorsichtig
Das Bild an der Börse ist gemischt. 32 Analysten geben ein mittleres Kursziel von 200 Dollar vor – das liegt klar über dem aktuellen Kurs. Trotzdem gibt es Signale, die nachdenklich stimmen: In den vergangenen sechs Monaten gab es 18 Insider-Verkäufe, aber keinen einzigen Insider-Kauf. Auch einige Hedgefonds haben ihre Positionen reduziert.
Zscaler wächst weiter zweistellig. Die Abgänge im Vertrieb und der verschärfte Fokus auf die Cashflow-Marge werfen jedoch Fragen auf. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Produktoffensive das Vertrauen der Anleger zurückgewinnt. Der RSI liegt mit 43,1 im neutralen Bereich – Raum für Erholung ist da, Gewissheit nicht.
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