Zoomlion, Roboter

Zoomlion setzt auf humanoide Roboter als Produktionspartner

15.01.2026 - 17:30:12

Der chinesische Baumaschinen-Riese Zoomlion treibt die Automatisierung mit menschenähnlichen Robotern voran. Sie arbeiten bereits in der Fertigung – ein strategischer Schritt, der die gesamte Industrie verändern könnte.

Die Vision der vollautomatischen Fabrik nimmt in China konkrete Form an. Zoomlion, einer der weltweit größten Hersteller von Baumaschinen, integriert Dutzende humanoide Roboter direkt in seine Fertigungsstraßen. Sie übernehmen komplexe Logistik, präzises Be- und Entladen sowie Qualitätskontrollen. Für das Unternehmen markiert dies den Startschuss für seine „dritte Wachstumskurve“ – eine tiefgreifende Investition in die intelligente Fertigung der Zukunft.

Herzstück der Initiative ist die Zhongke Yungu Embodied Intelligence Platform. Diese geschlossene Schleife steuert das gesamte Roboter-Ökosystem. Alle humanoiden und industriellen Roboter sind mit der Plattform verbunden, die massive Datensätze, Training, Simulationen und kabellose Updates vereint. Diese digitale Infrastruktur ermöglicht schnelles Lernen und eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Im Hintergrund arbeitet eine gewaltige Rechenpower: Ein nationales Supercomputing-Zentrum mit einer GPU-Kapazität von 59 Petaflops und Zehntausenden verteilten Knoten treibt das System an. Zusätzlich existiert ein physisches Trainingsgelände mit über 100 Arbeitsstationen. Hier üben die Roboter mit großen industriellen Datensätzen für den Einsatz in der dynamischen Fabrikumgebung.

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Der Einsatz erfolgt im Zoomlion Smart City-Industriepark mit 12 intelligenten Fabriken und über 300 automatisierten Linien, darunter 20 vollautonome „Lights-out“-Produktionsstrecken. Durch KI-gesteuerte Ablaufplanung kann hier alle sechs Minuten ein Bagger und alle 18 Minuten ein Mobilkran produziert werden.

Vom Roboterarm zum humanoiden Kollegen

Zoomlions Weg in die Robotik begann vor fast zwei Jahrzehnten. Die Fokussierung auf humanoide Formen startete jedoch erst 2024. Der Grund: Herkömmliche Industrieroboter mit festen Armen stießen an Grenzen. Die neuen, menschenähnlichen Modelle sollen flexibler sein und ein breiteres Aufgabenspektrum in komplexen Umgebungen bewältigen.

„Die Entwicklung adressiert eine zentrale Herausforderung im Schwermaschinenbau“, erklärt ein Branchenkenner. „Es geht darum, eine große Variantenvielfalt effizient auf gemeinsamen Produktionslinien herzustellen.“ Das intelligente Ökosystem des Unternehmens verbindet weltweit über 1,7 Millionen Geräte, deren Daten die kontinuierliche Evolution der Robotersysteme antreiben.

Blaupause für die Industrie?

Die Skalierung durch einen großen Industriekonzern wie Zoomlion könnte ein Wendepunkt für den gesamten Fertigungssektor sein. Sie zeigt: Humanoide Roboter sind keine Prototypen mehr, sondern schaffen in anspruchsvollen Umgebungen echten Mehrwert. Analysten sehen darin einen Katalysator für die Einführung in weiteren Branchen wie Logistik, Montage und Wartung.

Zoomlions umfassender Ansatz – eine Kombination aus Hardware, Software und einer leistungsstarken KI-Trainingsplattform – könnte zur Blaupause für andere Unternehmen werden. Das Ziel ist klar: eine agile Produktion, die auch kleine Losgrößen wirtschaftlich stemmen kann.

Die Pläne des Konzerns reichen weit über die Fabrikhalle hinaus. Es werden bereits spezialisierte Roboter für den Einsatz in Gefahrenbereichen entwickelt, etwa in der Brandbekämpfung, auf Baustellen oder in der Landwirtschaft. Die Botschaft ist eindeutig: Intelligente Roboter werden zu integralen Partnern in immer mehr Industriezweigen – und verändern damit die Arbeitswelt grundlegend.

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