Zoom warnt vor kritischer Sicherheitslücke in Konferenz-Software
21.01.2026 - 21:54:12Zoom schließt eine neue, kritische Sicherheitslücke in seiner Software. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-22844 könnte Angreifern erlauben, eigene Befehle auf betroffenen Systemen auszuführen. Das Unternehmen stufte das Risiko in seinem Sicherheitsbulletin vom Montag als höchste Gefahrenstufe ein.
Die als kritisch bewertete Lücke steckt in sogenannten “Zoom Node Deployments”. Sie ermöglicht eine Command Injection – eine besonders gefährliche Angriffsmethode. Dabei könnte ein Angreifer beliebige Befehle auf dem infizierten System ausführen und so vollen Zugriff erlangen. Zoom veröffentlichte bereits einen Patch mit der Warnung ZSB-26001.
Nutzer und Administratoren müssen ihre Software jetzt aktualisieren. Die genauen technischen Details hält Zoom noch zurück, um keine Angriffsanleitungen zu liefern. Doch die Einstufung spricht eine klare Sprache: Handeln ist dringend.
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Smartphone-Nutzer weiter im Fokus von Angreifern
Die neue Warnung ist kein Einzelfall. Erst im Herbst 2025 hatte Zoom eine Serie von Lücken schließen müssen, die vor allem Mobilgeräte betrafen:
- Im November 2025 ermöglichte eine Lücke in der Android-App (CVE-2025-64741) unbefugten Zugang zu Meetings.
- Bereits im Oktober warnte das indische CERT-In vor Schwachstellen in iOS- und Android-Apps, die den Diebstahl vertraulicher Daten erlaubten.
Diese früheren Lücken sind in aktuellen App-Versionen zwar gepatcht. Sie zeigen aber ein klares Muster: Die mobile Nutzung von Zoom steht besonders im Visier von Cyberkriminellen.
Das ewige Wettrüsten um die Sicherheit
Warum trifft es Zoom so häufig? Die Antwort ist simpel: Die Plattform ist mit Millionen täglicher Nutzer ein lukratives Ziel. Jede entdeckte Lücke bietet ein enormes Schadenspotenzial – nicht nur für gestohlene Meeting-Daten, sondern für ganze Firmennetzwerke.
Sicherheitsexperten sehen darin ein technologisches Wettrüsten. Forscher und Hacker suchen permanent nach neuen Schwachstellen, während Anbieter wie Zoom versuchen, mit Patches Schritt zu halten. Für Nutzer bedeutet das: regelmäßige Updates sind kein Nice-to-have, sondern eine Sicherheitspflicht.
So schützen Sie sich vor den aktuellen Risiken
Die wichtigste Maßnahme ist einfach: Aktualisieren Sie Ihre Zoom-Software sofort. Prüfen Sie sowohl die Desktop-Anwendung als auch die mobilen Apps auf verfügbare Updates.
Für dauerhaften Schutz empfehlen Experten diese Schritte:
- Aktivieren Sie die automatische Update-Funktion in den Zoom-Einstellungen.
- Seien Sie misstrauisch gegenüber unerwarteten Meeting-Einladungen oder Links von unbekannten Kontakten.
- Verwenden Sie starke Meeting-Passwörter und die Wartezimmer-Funktion.
Die Sicherheit Ihrer Videokonferenzen bleibt eine geteilte Aufgabe. Zoom muss sichere Software liefern – doch die Installation der Patches liegt in Ihrer Hand.
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